Internet der Dinge

Zehn interessante IoT-Startups

Damian Robota ist Diplom-Online-Journalist und Online-Redakteur einer lokalen Tageszeitung im Rhein-Main-Gebiet. Mit technischem Verständnis und Interesse zu verschiedensten IT-Themen arbeitet er bereits seit Jahren als freier Journalist für zahlreiche Kunden im World Wide Web.
Da das Internet allgegenwärtig geworden ist, sind Investoren, Unternehmer und Ingenieure daran interessiert, davon zu profitieren. Wir stellen zehn spannende Startup-Unternehmen vor, die das sogenannte "Internet der Dinge" (IoT, Internet of Things) beeinflussen könnten.

Unternehmen werden mit dem Internet der Dinge im Jahr 2020 voraussichtlich rund 309 Milliarden Euro erwirtschaften - so eine Studie der Marktforscher von Gartner. Der größte Ertrag soll aus dem Service-Geschäft kommen. Gartner schätzt zudem, dass bis spätestens 2020 rund 26 Milliarden Geräte untereinander vernetzt sind und miteinander kommunizieren - stärker noch, als dies heute Menschen tun.

Aus dieser Entwicklung ergeben sich für Unternehmen zahlreiche neue Geschäftsmodelle. Wir stellen Ihnen zehn der aktuell interessantesten Startups zum Thema Internet der Dinge vor, die wir im Folgenden - ohne Wertung - alphabetisch sortiert haben. Zunächst gibt es eine Übersicht in der Bilderstrecke, danach folgenden dann weitere ausführliche Erläuterungen...

AdhereTech - die intelligente Pillendose

Service: Adhere Tech präsentiert einen intelligenten Tablettenbehälter. Er gewährleistet, dass Patienten ihre Medikamente nehmen.

Hauptsitz: New York, New York, USA

CEO: Josh Stein, MBA, vormals in einer Reihe erfolgreicher Startups in New York City tätig (Lot18, PlaceVine oder auch FreshDirect)

Gründung: Oktober 2011

Kapital: 2,3 Millionen (Investoren unbekannt)

Beschreibung: Viele Unternehmen wollen vom Internet der Dinge im medizinischen Bereich profitieren. AdhereTech konzentriert sich auf ein konkretes Problem und schafft es, dieses clever und einfach zu lösen. Vielen Patienten fällt es schwer, immer wieder an die pünktliche Einnahme von wichtigen Medikamenten zu denken. Bei einigen Erkrankungen halten sich nur etwa 40 Prozent der Patienten an die zeitgenaue Einnahme. Folgen können gesundheitliche Komplikationen oder auch der Tod sein.

Zudem entstehen durch die nicht verschreibungskonforme Einnahme der Medikamente wirtschaftliche Verluste im Gesundheitsbereich. Besonders bei chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck, Hyperlipidämie, Asthma und Depressionen ist die regelmäßige und zeitgenaue Einnahme der Medikamente wichtig.

In den USA entstehen laut AdhereTech rund 100 Milliarden Dollar Kosten und es gibt etwa 125 Tote jährlich, weil Medikamente vergessen, verspätet oder anderweitig falsch eingenommen werden. Die intelligente Pillendose von AdhereTech soll dabei die korrekte Einnahme der verschriebenen Medikamente gewährleisten und zeitgleich die Kosten reduzieren, die durch eine falsche Dosierung entstehen. Hierbei nutzt der Behälter Sensoren um zu erkennen, ob eine Tablette oder eine Flüssigkeit entfernt wurde. Hat ein Patient seine Medizin nicht eingenommen, wird ihn ein Service per Telefonanruf oder SMS an die Einnahme erinnern. Zudem gibt der Pillenbehälter Licht- und Tonsignale von sich. Die Software fragt automatisch nach, warum der Patient seine Medikamente nicht genommen hat, um ein klareres Bild der Verschreibungseinhaltung an pharmazeutische Firmen und medizinisches Personal zu geben. Die Daten werden dabei anonym übertragen.

Kunden: Es gibt Versuche mit Boehringer Ingelheim, Walter Reed National Military Medical Center und dem Weill Cornell Medical College.

Wettbewerb: Vitality GlowCap ist der größte Konkurrent für AdhereTech. Andere Player am Markt sind RXAnte und Proteus Digital Health.