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Windows XP Media Center Edition ist verfügbar

30.10.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Microsoft hat die Media Center Edition von Windows XP am Dienstag auf einer Veranstaltung in New York vorgestellt. Als Basis für das Betriebssystem dienen neu entwickelte Rechner, die Hewlett-Packard (HP) in der "Media-Center"-Modellreihe anbietet. Der "873n" ist mit einem Pentium-4-Prozessor ausgestattet, der mit 2,54 Gigahertz taktet. Dazu gibt es 512 Megabyte DDR-RAM (Double Data Rate) und eine Festplatte mit 120 Gigabyte Speicherkapazität. Im Preis von 1650 Dollar ist außerdem ein DVD-Brenner enthalten. Im "863n" taktet eine Pentium-4-CPU mit 2,4 Gigahertz. Der Rechner ist mit einer 80 Gigabyte fassenden Festplatte für 1350 Dollar zu haben. Das Top-Modell "883n" schlägt mit 2000 Dollar zu Buche und ist mit einem 2,6-Gigahertz-Prozessor ausgestattet. Alle Modelle enthalten die Grafikkarte "GeForce MX420" von Nvidia, USB-2.0- und Firewire-Schnittstellen, sowie eine spezielle Tatastur, mit der Anwender direkt auf die Multimedia-Funktionen des Betriebssystems zugreifen können. Die Rechner sollen die Funktionen eines herkömmlichen PCs mit Home-Entertainment-Anwendungen wie Stereoanlage, Fernseher und Videorecorder vereinen.

Marktforscher wie der IDC-Analyst Al Promisel prophezeien dem System jedoch nur ein Nischendasein. Der Media-Center-PC sei lediglich für Anwender interessant, die darauf angewiesen sind, viele Funktionen auf engem Raum unterzubringen. Eine Zielgruppe sind zum Beispiel Studenten, so Promisel. Für den gebotenen Funktionsumfang sei der Preis der PCs in Ordnung, große Umsätze ließen sich jedoch nicht erzielen. Mit dem Versuch, einen Multimedia-PC im Markt zu etablieren, sei bereits Sony gescheitert. Der Hersteller hatte im vergangegen Jahr den VAIO MX (Video Audio Integrated Operation) herausgebracht, der mittlerweile nicht mehr angeboten wird. (lex)