Mittwochsgerücht

Windows 8 bald wieder mit Startmenü?

17.04.2013
Das neue Kachel-Design bei Windows 8 machen Marktbeobachter für den schleppenden Start des Microsoft -Betriebssystems verantwortlich.
Viele Nutzer haben keine Lust auf Windows-8-Kacheln...
Viele Nutzer haben keine Lust auf Windows-8-Kacheln...
Foto: Microsoft

Nun verdichten sich die Gerüchte im Netz, dass der Softwarehersteller in der nächsten Windows-Version 8.1 mit dem Codenamen "Blue" wieder den traditionellen Startbildschirm als Kachel-Alternative anbieten will. Möglicherweise kehre sogar das Startmenü, das von vielen Nutzern vermisst wird, auf den Desktop zurück, schreibt die Microsoft-Expertin Mary Jo Foley in ihrem Blog auf "ZDNet". Eine ihrer Quellen schätze diese Option als wahrscheinlich ein.

Zuvor hatte unter andern auch "The Verge" über eine mögliche "Boot-to-Desktop"-Option in Windows Blue berichtet - unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Hundertprozentig sicher sei die Kehrtwende allerdings nicht, schreibt jetzt Foley. Frühestens mit der Veröffentlichung der Betaversion im Juni werde sich herausstellen, wie das Microsoft-Management entschieden habe. Die nächste Softwareversion Windows 8.1 soll im August dieses Jahres auf den Markt kommen. "Bis zur Auslieferung kann sich aber noch alles ändern", zitiert Foley ihre Quelle, die anonym bleiben wollte.

...sondern wollen den Desktop zurück und das Startmenü wiederhaben.
...sondern wollen den Desktop zurück und das Startmenü wiederhaben.

Mit Windows 8 hatte Microsoft einen radikalen Neustart mit seinem traditionsreichen Betriebssystem gewagt. Die Oberfläche ist in einem Kachel-Design gestaltet, das sich vor allem für die Bedienung mit den Fingern eignet. Von dem neuen Start-Bildschirm aus können sich die Anwender auf die herkömmliche Desktop-Oberfläche von Windows bewegen, wo aber nicht mehr der traditionelle Start-Knopf zu finden ist.

Marktforscher von IDC und Gartner hatten zuletzt allerdings ein vernichtendes Urteil zum Marktstart von Windows 8 gefällt und das neue System für die aktuelle Schwäche des PC-Marktes mitverantwortlich gemacht. Viele Nutzer, vor allem Unternehmenskunden, könnten vor dem neuen Interface zurückschrecken und ihre gewohnte Arbeitsumgebung vermissen. (dpa/tc)