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Windows 2000: Lizenzprobleme mit Intels Hyperthreading

03.07.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Wer die seit wenigen Wochen verfügbare Hyperthreading-Technologie für Server-Prozessoren von Intel mit einem Betriebssystem von Microsoft nutzen will, ist nach einem Bericht unserer Schwesterpublikation "ComputerPartner" quasi gezwungen, auf das demnächst anstehende "Windows .Net Server" umzusteigen. Denn die Lizenzgebühr bei Windows 2000 richtet sich nach der Anzahl der Prozessoren. Und die Hyperthreading-Technologie stellt zwei Prozessoren - eine logische und eine physikalische CPU - pro Chip zur Verfügung, was laut Intel etwa 30 Prozent Mehrleistung bringt (eine zusätzliche echte CPU skaliert dagegen rund 80 Prozent). Das aktuelle Server-OS aus Redmond kann aber nicht zwischen logischen und physikalischen Prozessoren unterscheiden. Die Folge: Anwender müssen doppelte Lizenzgebühren bezahlen.

"Als Windows 2000 entwickelt wurde, war noch nicht abzusehen, dass es einmal Prozessoren mit Hyperthreading-Technologie geben würde", erklärte Wolfgang Brehm, Abteilungsleiter Produkte Serversysteme von Microsoft. (tc)