Knigge-Tipps nicht nur für Freiberufler

Wie Sie beim Kunden punkten

31.10.2012 | von 
Souveränes Auftreten und die richtigen Umgangsformen stehen Freiberuflern gut zu Gesicht. Denn gute Produkte und Dienstleistungen reichen nicht aus, um Kunden zu überzeugen.
Wie sich Gründer und Freiberufler sicher auf dem Geschäftsparkett bewegen, lesen Sie hier.
Wie sich Gründer und Freiberufler sicher auf dem Geschäftsparkett bewegen, lesen Sie hier.
Foto: modul_a - Fotolia.com

Das Unternehmen ist gegründet, nun wird es ernst: Aufträge müssen akquiriert, Kunden überzeugt werden. Wer jetzt denkt, dass nur Produkte oder Dienstleistungen den Ausschlag geben, der täuscht. Denn es geht darum, das Vertrauen von Menschen zu gewinnen - mit Souveränität und Sympathie.

Was Freiberufler und Gründer tun können, um souverän aufzutreten, haben die Expertinnen Anke Quittschau und Christina Tabernig von der Benimmagentur Korrekt! zusammengestellt:

1. Der erste Eindruck …

… dauert nur wenige Sekunden. Nutzen Sie die Chance und präsentieren Sie sich offen, freundlich und wertschätzend gekleidet. Bei einem schlecht gekleideten Muffel kauft keiner gerne, da können Sie noch so kompetent sein. (Mehr zum Thema: "Dresscodes - Was ist Business casual?")

2. Ladies first?

Die Begrüßung erfolgt nach der Reihenfolge: Bekannt grüßt Bekannt und stellt dann Unbekannt vor. "Ladies first" funktioniert also nur, wenn Sie die Dame vorher kannten. Ihr Händedruck sollte fest, trocken und mit Blickkontakt erfolgen.

3. Darf ich bekannt machen …

Beim Vorstellen von Personen handeln Sie immer nach der Regel: Die ranghöhere Person erfährt zuerst, wer die unbekannte Person ist. Wenn Sie also mit einem neuen Kollegen zum Kunden gehen, stellen Sie dem Kunden Ihren Kollegen vor. Ihr Kunde ist immer die ranghöhere Person.

4. Hier meine Visitenkarte

In der Jackentasche können Sie Visitenkarten gut aufbewahren.
In der Jackentasche können Sie Visitenkarten gut aufbewahren.
Foto: Mammut Vision - Fotolia.com

Die Visitenkarte wird zu Beginn einer Begegnung ausgetauscht. Das ist einfach zu merken, denn die Visitenkarte kündigte ursprünglich eine Visite an. Der Ranghöchste in der Runde erhält Ihre Karte zuerst. Der Gast gibt als erster seine Karte.

Ihre Visitenkarte sollte seriös vom Grafiker gestaltet und in sauberen Zustand sein, denn schließlich übergeben Sie Ihr "Gesicht" damit. Ebenso sollte auch Ihre E-Mailadresse professionell aufgebaut sein, spaßige Spitznamen sind hier fehl am Platz. (Mehr zum Thema: "Die Visitenkarte ist Ihr Gesicht".)

5. Titel, Titel, Titel

Die korrekte Anrede eines Geschäftspartners ist von großer wertschätzender Bedeutung. Sprechen Sie die Inhaber von Doktortiteln auch damit an. Der Glaube, Herr Dr. Klaus Müller hat sich ohne Titel vorgestellt, dann darf man ihn auch weglassen, ist falsch. Es gehört zum vornehmen Understatement, dass die Inhaber von Titeln auf diesen bei der eigenen Vorstellung verzichten. Treffen Sie auf Herrn Prof. Dr. Meier, wird nur der höchste Grad genannt. Also lautet die Anrede: "Guten Tag, Herr Professor Meier."

6. Die passende Kleidung

Das perfekte Business-Outfit sollte zu Ihrer Aussage als Unternehmer passen. Sowohl das Produkt als auch die Person, die Sie vertreten sollte sich in der Kleidung widerspiegeln. Kleidung sollte passen: zum Anlass und zur Figur! Oft ist eine Investition in die Kleidung auch eine Investition in Ihren Erfolg. Denken Sie also bei der Kleidung, die Sie tragen, an Qualität und einen guten Sitz.

Vermeiden Sie als Mann einen schwarzen Anzug zum Erstkontakt, da dies als sehr autoritär, würdevoll und fast unnahbar wahrgenommen wird. Das wäre nicht zielführend für Ihre erste Kontaktaufnahme.

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