IT intim - Die Sorgen der CIOs

Wertorientierung zahlt sich aus

Karin Quack arbeitet als freie Autorin und Editorial Consultant vor allem zu IT-strategische und Innovations-Themen. Zuvor war sie viele Jahre lang in leitender redaktioneller Position bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Sie praktizieren eine wertorientierte Steuerung der IT, sagen Sie. Wie schlägt sich das in der Praxis nieder?
Jürgen Sturm, CIO, BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH
Jürgen Sturm, CIO, BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH
Foto: BSH

Aus Sicht des Unternehmens ist die IT bei der BSH ein elementarer Unterstützungsprozess auf oberster Ebene der Prozesslandkarte. "Wir steigern den Wert unseres Unternehmens", dieser Slogan ist verbindlich für alle Prozessverantwortungen im Leitbild der BSH verankert. Die IT bricht ihn auf ihren Bereich herunter und strukturiert sich hier gemäß den Kundenanforderungen aller anderen Prozessgebiete - nach dem Motto: "Business Excellence powered by IT".

Im Einklang mit dieser Wertorientierung gab es schon 2002 erste Überlegungen in Richtung auf eine Produkt- und Serviceorientierung in der IT. Ein IT-Produkt bezeichnet eine Business-Funktionalität und alles, was dazu gehört. Es besitzt klar definierte Service-Levels sowie transparente und nachvollziehbare Verrechnungspeise. Um die Stückkostendegression nachweisen zu können, muss es Benchmarking-fähig sein. Und last, but not least hat es einen definierten Produkt-Manager innerhalb der IT.

2005 haben wir den ersten Produktkatalog gedruckt. Er umfasste 85 zentrale und dazu kamen zirka 100 bis 120 regionale IT-Produkte. Die Vorteile für die Kunden und die IT liegen auf der Hand: Unsere Sicht auf die Services ist strikt kundenorientiert. Die IT-Services werden anforderungsgerecht umgesetzt - in Form von Best Practices. Nicht zu vergessen die transparente Kostenverrechnung, die Vergleichbarkeit und damit Benchmarking-Fähigkeit sowie die Möglichkeit, auf den jeweiligen Abnehmer zugeschnittene Service-Levels zu vereinbaren.