Werkzeugkasten für Festplatten

Schulze ist freier Autor der Website CIO.de und dem CIO-Magazin.
Der "Festplatten-Manager" von Paragon soll Administratoren das Leben leichter machen. Er partitioniert Datenträger, sichert PC-Daten und kopiert Images auf andere Rechner, um so neue Desktops rasch aufzusetzen. Die Software des Herstellers Paragon kostet 69,95 Euro und ist ihr Geld wert.

Die Werkzeugsammlung ist nun in Version 6 erschienen und enthält im Wesentlichen alles, was in kleineren IT-Landschaften oder im Testlabor benötigt wird. Das Tool beherrscht die Partitionierung, kann Images von Partitionen erzeugen und mounten, Partitionen kopieren und einiges mehr.

Angenehm ist, dass die wichtigen Funktionen in einer Ansicht zusammengefasst sind. Der Anwender bedient den Festplatten-Manager weitgehend über Kontextmenüs. Die Paragon-Software kommt mit allen Windows-Dateisystemen zurecht, aber auch mit Linux-Formaten wie ext2, ext3, ReiserFS und Swap. Wegen der intuitiven Benutzerführung genügt ein Grundwissen über Festplatten, Partitionen und Dateisysteme, um mit dem Tool arbeiten zu können.

Auch bei der Datenrettung oder beim Vorbereiten eines neuen PC zur Installation hilft der Festplatten-Manager: Die Installations-CD ist Boot-fähig, zur Auswahl stehen eine modifizierte Variante von "Mandrake Linux 10" sowie ein DOS-Derivat. Für alle Arbeiten ist die Linux-Version erste Wahl: Sie enthält neben den Werkzeugen von Paragon auch den Datei-Manager "Midnight Commander" und bietet alle wichtigen Funktionen, um Dateien zu retten und Dateisysteme zu erzeugen. Auch ein Modul zum Brennen von CDs hat der Hersteller beigefügt. Der gute Gesamteindruck wird lediglich von dem noch nicht ganz ausgereiften DOS-Modus getrübt. Bei einer unserer Testinstallationen führte dieser regelmäßig zu Systemabstürzen. (fn)

CW-Fazit: Der Festplatten-Manager von Paragon bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer Linux-Kenntnisse besitzt, erhält darüber hinaus ein solides Werkzeug, um neue PCs rasch einzurichten.