Samsung Galaxy S4

"Wenn es jetzt noch mit iOS liefe..."

Heinrich Vaske ist Chefredakteur der COMPUTERWOCHE und verantwortlich im Sinne des Presserechts (v.i.S.d.P.). Seine wichtigste Aufgabe ist die inhaltliche Ausrichtung der Computerwoche - im Web und in der Zeitschrift. Vaske verantwortet außerdem inhaltlich die Sonderpublikationen, Social-Web-Engagements und Mobile-Produkte der COMPUTERWOCHE und moderiert Veranstaltungen. Weitere Interessen: der SV Werder Bremen, Doppelkopf und Bücher - etwa die von P.G. Woodhouse.
Nicht unbedingt euphorisch, aber doch positiv überrascht zeigten sich die meisten Analysten und Medien vom neu angekündigten Samsung-Smartphone "Galaxy S4".

Brian Marshall, Analyst bei der ISI Group, kam in seinem Urteil zum Galaxy S4 zu folgendem Schluss: "Wenn das Gerät jetzt noch auf der iOS-Plattform liefe und Apples Ökosystem nutzen könnte, wäre es das ultimative Smartphone. Es würde dann das beste Hardwaredesign mit der besten Software und dem besten Ecosystem verbinden."

Die technischen Features sind schnell aufgezählt: Ein fünf Zoll großer Super-AMOLED-Screen sorgt für eine Bildschirmauflösung in Full-HD-Qualität. Die nötigen Pferdestärken liefert - theoretisch - der mit 1,6 Gigahertz getaktete Achtkernprozessor "Exynos 5 Octa" von Samsung, der aber erst einmal nicht in den Handel kommt, weil seine Massenproduktion nicht vor dem zweiten Quartal 2013 anlaufen wird. Presseberichten zufolge dürfte deshalb der Qualcomm-Chip "Snapdragon 600" zum Start im April verbaut sein, ein mit 1,9 Gigahertz getakteter Vierkernprozessor.

Dual Camera für den Rundum-Blick

Als Plus gilt die "Dual Camera": In Fotos und Videos, die mit der 13 Megapixel starken Frontkamera aufgenommen werden, kann der Urheber gleichzeitig mit der Rückkamera (zwei Megapixel) aufgenommene Motive ebenfalls einbinden und platzieren. Ersten Testern zufolge führt das zu interessanten Collage-Effekten. Fotos können zudem mit Sound ausgestattet werden.

Foto: Samsung

Für Aufregung sorgte - neben neuen Funktionen im Bereich Gestensteuerung - die von Samsung gar nicht so stark thematisierte "Smart-Display"-Funktion: Über die Frontkamera werden Augen- und Gesichtsbewegungen des Nutzers zur Bedienung des Geräts verwenden - etwa zum Auf- und Abscrollen oder zum Anhalten eines laufenden Videos. Die Videobedienung funktioniert allerdings nicht mit herkömmlichen Youtube-Videos, sondern nur mit Titeln vom Samsung-eigenen Media-Hub. Hohe Aufmerksamkeit erhielt auch der "S Translator". Spricht man in das geräteeigene Mikrofon einen Text in der Sprache A, wandelt die Übersetzungs-App das Gesprochene in Text und übersetzt es anschließend in die gewünschte Sprache B. Somit kann man sich mit Personen unterhalten, deren Sprache man sonst nicht versteht. Erste Tests unserer Kollegen von der "PC-Welt" zeigten, dass diese Funktion schon recht gut funktioniert. Zu Beginn werden neun Sprachen unterstützt, inklusive einiger oft verwendeter Phrasen.

Gesund leben mit S Health

Neu ist auch "S Health", eine Funktion, die das S4 mit gesundheitsrelevanten Zusatzfunktionen ausstattet. Dazu gehört etwa ein Kalorien- und ein Schrittzähler. Unter anderem besteht die Möglichkeit, Informationen mit Waagen auszutauschen, die diese Funktion unterstützen. Außerdem soll es mit "S Band" bald auch einen Armring geben, der Daten wie die Pulsfrequenz an das S4 sendet. Das Galaxy S4 bietet zudem zwei Sensoren, mit denen Temperatur und Feuchtigkeit gemessen werden können.

Freude dürfte Nutzern zudem die Autofahrer-Funktion "S Voice Drive & Navigation" bereiten. Via Sprachsteuerung greifen Fahrer auf ihr Smartphone zu und rufen Inhalte wie Musik oder Videos ab. Wer - verbotenerweise - sein Gerät in die Hand nimmt, bekommt zudem ein angepasstes Display mit größeren Icons zu sehen. Außerdem bietet das Galaxy S4 ein vollständiges Navigationsgerät.