IDC

Weltweiter Server-Markt im Abschwung?

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Nach Gartner hat jetzt auch die IDC ihre Zahlen zum weltweiten Server-Markt im zweiten Quartal 2008 veröffentlicht.

Dabei wittern die Auguren einen Rückgang der Investitionen in Server. Zwar hat IDC ein Wachstum übers Jahr um 6,4 Prozent auf 13,9 Milliarden Dollar Umsatz ermittelt. Doch dieses resultiere in Teilen, so Marktforscher, aus Preissenkungen für populäre Produktlinien. Hier wittert IDC Grund zur Sorge, denn Anbieter senken üblicherweise dann die Preise, wenn sie mit sinkender Nachfrage konfrontiert sind.

Und angesichts der anhaltend schwachen gesamtwirtschaftlichen Situation werte Matt Eastwood, Group Vice President bei IDC, Preissenkungen "als besorgniserregend, weil sie einen generellen Abschwung des Markts andeuten könnten". Server gelten als eine Kenngröße für die weltweiten IT-Ausgaben. Gartner hatte in der vergangenen Woche prognostiziert, die weltweiten IT-Investitionen würden heuer nur um 4,5 Prozent steigen, wenn man Währungseffekte durch den schwachen Dollar herausrechnet.

Nach Umsatz gemessen konnten im zweiten Quartal laut IDC vor allem die IBM und Dell zulegen. IBM kam demnach 13,8 Prozent Umsatzplus und 33,2 Prozent Marktanteil, getrieben vor allem durch "System p" (Unix) und "System z" (Großrechner). Der Zweitplatzierte Hewlett-Packard schwächelte hingegen und steigerte seine Erlöse nur um magere 3,1 Prozent. In der Folge ging HPs Marktanteil nach Umsatz von 28,3 Prozent in der vergleichbaren Vorjahreszeit auf 27,4 Prozent zurück.

Dell hingegen konnte um fast einen Prozentpunkt auf 12,5 Prozent Markanteil zulegen dank eines Umsatzplus von 14,1 Prozent im Jahresvergleich. Auf Platz vier rangiert Sun Microsystems, dessen Erlöse um 7,2 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar sanken, was einen Rückgang beim Marktanteil von 12,8 auf 11,2 Prozent ergibt.