Was Sie über Softwarelizenzen wissen sollten, Teil 1

Was ist eine Softwarelizenz?

Renate Oettinger ist Diplom-Kauffrau Dr. rer. pol. und arbeitet als freiberufliche Autorin, Lektorin und Textchefin in München. Ihre Fachbereiche sind Wirtschaft, Recht und IT.

Zu ihren Kunden zählen neben den IDG-Redaktionen CIO, Computerwoche, TecChannel und ChannelPartner auch Siemens, Daimler und HypoVereinsbank sowie die Verlage Campus, Springer und Wolters Kluwer.
Die Nutzung von Softwareprodukten wird durch eine immer größere Vielfalt von Lizenzen geregelt. Im ersten Teil unserer vierteiligen Serie erfahren Sie, was unter einer Softwarelizenz zu verstehen ist (Auszug aus dem Lizenzleitfaden der Business Software Alliance - BSA).

Die Softwarelizenzen von heute sind auf alle denkbaren Einzelpersonen und Organisationen ausgelegt: Vom einfachen "Klicken zum Annehmen"-Format bis hin zu komplexeren, nach Verhandlungen entstandenen Vereinbarungen. Die Flexibilität und Auswahl nimmt weiterhin von Jahr zu Jahr zu. Darauf weist die Business Software Alliance (BSA) in ihrem aktuellen Lizenzleitfaden hin.

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Wenn man die Leistungsfähigkeit der Software und die unterschiedlichen Arten der Softwarelizenzierung versteht, kann dies erhebliche Auswirkungen auf die Art und Weise haben, mit der Geschäftsentscheidungen getroffen werden. Indem Sie das Bewusstsein über die Ihnen zur Verfügung stehenden Vermögenswerte stärken, können Sie diese effektiver bündeln und auf diese Weise die Produktivität und Effizienz in Ihrem Unternehmen oder in Ihrer Organisation steigern.

Software ist das Ergebnis kreativer Arbeit und wird als solche - genauso wie Bücher, Musik und Filme - durch das Urheberrechtsgesetz geschützt. Eine Softwarelizenz, so die BSA-Definition, stellt das Einverständnis des Softwareherstellers zur Installation und Nutzung seiner Software auf einem Computer dar.

Die Lizenz enthält die Bedingungen, die die Nutzung der Software regeln, insbesondere den Umfang der Lizenzrechte sowie alle anderen diesbezüglichen Einschränkungen, zum Beispiel den Zweck oder Ort der Nutzung und die verwendete Hardware. Bei der Betrachtung Ihres Lizenzvertrags werden Sie feststellen, dass die Lizenz typischerweise eine Definition des Produkts, die Annahmebedingungen und Garantiebestimmungen enthält. In komplexeren Verträgen können außerdem Implementierungspläne, Vertraulichkeitsregelungen sowie Zahlungsbedingungen aufgeführt sein.

Im Allgemeinen gewährt eine Softwarelizenz dem Lizenznehmer ein nicht ausschließliches Recht zur Nutzung eines Exemplars der Software durch eine festgelegte Anzahl von Benutzern; sofern nicht anders angegeben, sind das Kopieren und die Weitergabe der Software an andere Benutzer oder Computer streng verboten.

Unabhängig von dem Lizenzformat der Softwareprodukte oder der Art der Transaktion, mit der die Software erworben wurde, sollten Sie Ihre Lizenz immer aufmerksam durchlesen, um festzustellen, welche Rechte Ihnen zustehen. Informieren Sie sich außerdem über die Urheberrechtsgesetze Ihres Landes.

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