Neue Master-Studiengänge

Was Informatiker über Autos, Roboter und Biomedizin lernen können

Karriere in der IT ist ihr Leib- und Magenthema - und das seit 18 Jahren. Langweilig? Nein, sie endeckt immer wieder neue Facetten in der IT-Arbeitswelt und in ihrem eigenen Job. Sie recherchiert, schreibt, redigiert, moderiert, plant und organisert.
Studenten können sich ab dem kommenden Wintersemester an der Technischen Universität München auf die Informatikanwendungen in der Biomedizin, Robotik und Automotive spezialisieren. Der Masterstudiengang "Robotik und kognitive Systeme" wird erstmals in Deutschland angeboten.

Seit Jahren kann man an der TU München nicht nur Informatik, sondern auch anwendungsbezogene Studiengänge wie Bioinformatik, Wirtschaftsinformatik und Computational Science and Engineering wählen. Neu hinzukommen jetzt:

  • Biomedical Computing,

  • Software Engineering für Software im Automobil und

  • Robotik und kognitive Systeme.

Die Informatikfakultät, die mit 20 Lehrstühlen zu den größten Deutschlands gehört, bietet einen Teil der Veranstaltungen in englischer Sprache an.

Software bestimmt die Zukunft des Autos

Softwarebasierte und vernetzte Funktionen im Auto erfordern veränderte Entwicklungsprozesse. Denn die starken Abhängigkeiten zwischen den Funktionen führen zu neuen Anforderungen an die Softwareentwicklung. Im Master- Studiengang "Automotive Software Engineering" lernen die Studenten, Prozesse und Systeme in hochkomplexen vernetzten Echtzeitumgebungen zu analysieren, entwerfen und optimieren. Das Studium beinhaltet Software-Engineering-Themen, Automotive-Themen und Soft Skills wie Organisation und Management. Das viersemestrige Studium startet zum Wintersemester 2009/2010; die Bewerbungsfrist endet am 31. Mai 2009. Ansprechpartner für den Studiengang ist Andreas Fleischmann.

Vom Algorithmus zum Operationssaal

Von der Aufbereitung medizinischer Bilddaten bis hin zur computergestützten Operationen - die Medizin kommt nicht mehr ohne die Informatik aus. Künftig lassen sich medizinische Bilddaten dreidimensional auf den Patienten projizieren, was dem Arzt Diagnose und Operation erleichtern soll. Die beiden Fakultäten Medizin und Informatik bieten den englischsprachigen Master-Studiengang "Biomedical Computing" mit dem Schwerpunkt bildgebende Verfahren und Computerunterstützung bei medizinischen Eingriffen an. Ein Drittel der Studienzeit besteht aus Lehrveranstaltungen der Fakultät für Medizin; neben medizinischem Fachwissen erleben die Studenten den klinischen Alltag. Außerdem lernen sie mehr über die medizinische Bild- und Datenverarbeitung, Simulation, Visualisierung und Erweiterte Realität. Interessierte können sich bis zum 31. Mai bewerben. Ansprechpartner ist Maximilian Baust.