Vergleichstest

Was bringt der Wechsel auf das Apple iPad 2?

Christian Vilsbeck war viele Jahre lang als Senior Editor bei TecChannel tätig. Der Dipl.-Ing. (FH) der Elektrotechnik, Fachrichtung Mikroelektronik, blickt auf langjährige Erfahrungen im Umgang mit Mikroprozessoren zurück.
Sind der stärkere Dual-Core-Prozessor, mehr Arbeitsspeicher, die beiden Kameras und andere Verbesserungen den Umstieg von Ur-iPad auf iPad 2 wert. Wir testen die Unterschiede im Praxisgebrauch.

Seit das iPad 2 in Deutschland erhältlich ist, immerhin bereits seit Ende März 2011, erfreut sich das Gerät einer anhaltend starken Nachfrage - mit entsprechenden Wartezeiten. Grund genug für den einen oder anderen Besitzer des ersten Apple-Tablets, seine Kaufentscheidung noch einmal zu hinterfragen. Immerhin ist der schicke Flachmann mit knapp 500 Euro Einstiegspreis nicht gerade billig und verspricht auf dem Papier nur graduelle Verbesserungen gegenüber dem bisherigen Device. Hinzu kommt, dass der Verkaufspreis für gebrauchte iPads nach der vorangegangenen Preissenkung nicht gerade hoch ist.

Die Frage, ob sich ein Umstieg lohnt, ist mehr als gerechtfertigt. Schließlich besitzen beide Tablets in etwa die gleichen Abmessungen und verwenden ein 9,7-Zoll-Touch-Display mit 1024 mal 768 Pixeln Auflösung. Einmal aktualisiert. lässt sich auch das neue Betriebssystem iOS 4.3.2 (besser iOS 4.3.3 zur Behebung des Geo-Tracking-Bugs) auf dem Ur-iPad verwenden.

Der auffälligste Unterschied in den Features sind vermutlich die integrierten Kameras beim iPad 2. Beim ersten Anfassen des iPad 2 fällt außerdem sofort auf, dass das Gerät angenehm in der Hand liegt. Denn harte Kanten wie beim Vorgänger sucht man beim iPad 2 vergeblich. Die seitlichen Gehäuseflächen sind jetzt schräg, und auch die "Kante" zum Display ist abgerundet. Dadurch schmeichelt das iPad 2 den Händen noch deutlich mehr als das iPad.

Daneben darf man natürlich die inneren Werte nicht vergessen: Mit einer A5-Dual-Core-CPU mit 1 GHz Taktfrequenz besitzt das iPad 2 über einen leistungsfähigeren Prozessor als der einkernige 1-GHz-A4 des iPad. Außerdem verdopplete Apple im Zuge des Generationswechsels den Arbeitsspeicher auf 512 MB, was einen deutlichen Performance-Gewinn bringt, wie die Messergebnisse zeigen:

In diesem Zusammenhang muss allerdings darauf hingewiesen werden, dass bereits der erste iPad wenig Grund zu Klagen hinsichtlich der Geschwindigkeit gibt. Grund genug, einen Blick auf die Vorteile des neuen Modells im Praxisbetrieb zu werfen.