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W3C entwickelt neues Komponentenmodell

20.09.2000
SOAP ein möglicher Ansatz

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das für Standards im Internet zuständige World Wide Web Consortium (W3C) hat eine neue Arbeitsgruppe etabliert, die ein Modell für die plattform- und systemunabhängige Kommunikation verteilter Anwendungskomponenten entwickeln soll. Als Basis der Entwicklung dient die Extensible Markup Language (XML) - genau wie beim konkurrierenden, ursprünglich von Microsoft ersonnenen Ansatz "SOAP" (Simple Object Access Protocol). SOAP, das mittlerweile in Version 1.1 vorliegt und in vielen Bereichen an offene Standards angeglichen wurde, liegt dem W3C zur Standardisierung vor.

Die Experten wollen aber zunächst einen breiteren Ansatz verfolgen. "Es geht hier nicht um eine Standardisierung von SOAP", erklärt David Fallside, Chef der W3C-Arbeitsgruppe und im Hauptberuf XML-Experte bei IBM. "Wir definieren erst einmal einen Anforderungskatalog mit den Punkten, die uns besonders am Herzen liegen. SOAP 1.1 werden wir uns dann als eine mögliche Lösung ansehen. Wenn wir dann aber glauben, wir könnten eine bessere Lösung liefern, dann werden wir das tun." Dabei, so Fallside, werde man sich auf jeden Fall mit der für die Internet-Technik zuständigen Internet Engineering Taskforce (IETF) sowie der ebXML-Initiative abstimmen, die im Auftrag der Vereinten Nationen E-Commerce-Standards entwickelt.