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Virtueller Superrechner soll der Krebsforschung helfen

04.04.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Freie Rechenkapazitäten von Millionen Rechnern wollen Intel, die American Cancer Society und die Universität Oxford nutzen, um Mittel gegen Leukämie zu entwickeln. Ähnlich wie am Seti@home-Projekt der Universität Berkley können alle Besitzer eines Windows-PCs mit Internet-Anschluss am Philanthropic-Peer-to-Peer-Program teilnehmen. Dazu laden die Interessenten ein rund 1,9 MB großes Programm von der entsprechenden Intel-Website herunter und installieren es. Die Software, ein Screensaver, nutzt im Hintergrund einen Teil der PC-Rechenleistung zur Lösung von Aufgaben, die das Programm online erhält. Erarbeitete Ergebnisse gelangen bei der nächsten Internet-Verbindung zum Intel-Server. Außer der Krebsforschung dient

das Projekt noch einem zweiten Zweck. Es demonstriert, wie sich die Bearbeitungszeit rechenaufwändiger Probleme durch Peer-to-Peer-Netze verringern kann. Laut Intel wird weltweit die Rechenleistung für das Philanthropic-Peer-to-Peer-Program über 50 Teraflops erreichen - mehr als bisher bekannte Superrechner.