Virtualbox: Virtuell und frei

Schulze ist freier Autor der Website CIO.de und dem CIO-Magazin.
Virtualisierung ist in aller Munde. Mit "Virtualbox" von Innotek Systemberatung AG steht seit kurzem auch ein Open-Source-Vertreter der Virtualisierungslösungen bereit, der sowohl Windows- als auch Linux-Hosts unterstützt. Damit konkurriert das Tool zum Beispiel mit der "VMware Workstation".

Zwar bringt der Windows-Installer die Software schnell auf die Festplatte, die Linux-Installation ist dagegen etwas umständlicher. Der Nutzer muss einige Abhängigkeiten beachten, die das Installer-Script nicht immer ganz zuverlässig behandelt. Unter Umständen ist etwas Handarbeit gefragt.

Allerdings lassen sich die Binaries von Virtualbox nicht auf 64-Bit-Plattformen installieren. Auch 64-Bit-Gastsysteme können nicht in der virtuellen Umgebung laufen. Anpassungen hat der Hersteller aber in Aussicht gestellt.

Zumindest lässt sich Virtualbox gut bedienen: Die grafische Oberfläche erschließt sich intuitiv, die Benutzerführung beim Einrichten einer neuen virtuellen Maschine macht das Ganze fast zum Kinderspiel. Die Installation eines neuen Gasts kann sowohl von einer CD oder DVD als auch von einem verbundenen ISO-Image aus erfolgen. Als Gast-Betriebssysteme akzeptiert der Virtualisierer derzeit Windows ab NT 4, Free- und OpenBSD, Linux und OS/2 Warp.

Die Hardwareressourcen lassen sich für jede virtuelle Maschine individuell festlegen, bereits installierte Gastsysteme können geklont werden. Auch zum Verteilen bestehender virtueller Installationen auf mehrere Rechner hält Virtualbox Werkzeuge bereit.

CW-Fazit

Virtualbox kann gratis genutzt werden und bietet alle Funktionen, die im täglichen Einsatz virtueller Rechner notwendig sind. Potenzial für Verbesserungen ist jedoch vorhanden.