Marktübersicht

Videokonferenzsysteme für den Mittelstand im Überblick

28.05.2008 | von Diego Wyllie (Autor) 
Diego Wyllie
Diego Wyllie hat Wirtschaftsinformatik an der TU München studiert und verbringt als Softwareentwickler und Fachautor viel Zeit mit Schreiben – entweder Programmcode für Web- und Mobile-Anwendungen oder Fachartikel rund um Softwarethemen.
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In Zeiten von Globalisierung und Green-IT wächst das Interesse an Videokonferenzen. Während internationale Großunternehmen schon längst auf diese Technik setzen, wird das Potential von Videokonferenzsystemen von immer mehr kleinen und mittelständischen Unternehmen entdeckt.

Deutsche mittelständische Unternehmen sehen sich im Zuge der Globalisierung und Internationalisierung der Wirtschaft zunehmend damit konfrontiert, standortübergreifende Geschäftsprozesse mit Lieferanten und Kunden abwickeln zu müssen. Dabei stellen die sich rasch ändernden Markbedingungen und die damit verbundene Notwendigkeit, Entscheidungen immer schneller treffen zu müssen, eine große Herausforderung für international ausgerichtete Betriebe dar. Videokonferenzsysteme können dabei helfen.

Vorteile von virtuellen Meetings

Anwender und Anbieter bewerten die Vorteile von Videokonferenzsystemen unterschiedlich. Von Videokonferenzen versprechen sich Unternehmensanwender, dass sie ihnen helfen, ihre Reisekosten zu senken. Für viele Hersteller solcher Produkte wiegen in der Nutzenrechnung indes Zeiteinsparungen und raschere Time-to-Market-Abläufe deutlich mehr als Ersparnisse durch weggefallene Geschäftsreisen. Was die Verbesserung der Kommunikation mit internationalen Kunden und Lieferanten angeht, sind sich beide Seiten jedoch einig. Denn bei der standortübergreifenden Zusammenarbeit mit Kollegen reichen Telefonate oder Telefonkonferenzen als Alternative zu persönlichen Meetings nicht aus. Der Grund: Das Telefon lässt kaum eine nonverbale Kommunikation zu; diese ist aber bedeutsam, um sich zu wichtigen Dingen des Tagesgeschäfts austauschen zu können. Die nonverbalen Botschaften der Gestik und Mimik können bereits mittels einer Videokommunikationslösung für Einsteiger bestehend aus einer einfachen Webcam und entsprechender Software gut vermittelt werden, meinen die Anbieter. Die aktuell auf dem Markt verfügbare Highend-Videokonferenzlösungen, etwa von den Anbietern Cisco, Tandberg oder Polycom, können dies aber noch wesentlich besser vermitteln. Diese Systeme, die HD-Video (High-Definition) und großdimensionierte Videomonitore mit natürlichem Raumklang kombinieren, sorgen trotz virtueller Bildschirmsitzung für ein quasi-persönliches Begegnungserlebnis, bei dem selbst feinste Nuancen in Sprache und Bild erkennbar sind.

Ein weiteres wesentliches Argument, das für den Einsatz von Videokonferenzen spricht, stellen die Entlastung der Mitarbeiter sowie die Verbesserung der Arbeitsbedingungen dar. Was für viele naheliegend ist, belegt eine gemeinsame Studie über internationale Geschäftsreisen von Tandberg und dem Marktforschungsinstitut Ipsos Mori. Demnach betrachtet fast jeder dritte befragte deutsche Geschäftsreisende die Reise als notwendiges Übel beziehungsweise als ersetzbar durch eine Videokonferenz.

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