T-Systems

Verdi fordert Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen

20.03.2014
Nach der angekündigten Streichung von 4900 Stellen bei der Telekom-Geschäftskundensparte T-Systems hat die Gewerkschaft Verdi einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen gefordert.

Bei den anstehenden Tarifverhandlungen habe das Unternehmen Gelegenheit, einen solchen Verzicht dauerhaft tarifvertraglich festzuschreiben, sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Lothar Schröder am Mittwoch laut einer Mitteilung. Die Gewerkschaft und das Unternehmen wollen die Gespräche am Montag in der zweiten Runde in Bad Neuenahr fortsetzen.

T-Systems-Zentrale in Frankfurt
T-Systems-Zentrale in Frankfurt
Foto: Telekom

Schröder forderte "belastbare Alternativen zum Personalabbau" und umfassende Maßnahmen, um die Auswirkungen des Umbaus auf die Beschäftigten zu minimieren. Bislang war es zu keiner Annäherung zwischen Gewerkschaften und Management bei den Tarifverhandlungen gekommen. Verdi verlangt neben dem Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen auch 5,5 Prozent mehr Gehalt für die rund 28.000 Beschäftigten.

Der angekündigte Personalabbau soll bis Ende nächsten Jahres deutschlandweit umgesetzt werden. Mehr als 900 der insgesamt 4900 Stellen seien bereits durch natürliche Fluktuation abgedeckt oder die Beschäftigten hätten das Unternehmen schon verlassen, hatte das Unternehmen mitgeteilt. Im Telekom-Konzern gehört T-Systems zu den Sorgenkindern. Das traditionelle Geschäftsmodell, das im Wesentlichen auf Outsourcing beruht, verdient nur noch wenig Geld und verzeichnet kaum noch Zuwächse. Den Umbau wolle man sozialverträglich gestalten, hatte die Unternehmensleitung zuvor versprochen. (dpa/tc)