First Look VMware und EMC

vCloud Director und UIM 2.0 automatisieren die Cloud

Ariane Rüdiger ist freie Autorin und lebt in München.
Wir haben das Tool-Duo vCloud Director/UIM von 2.0 EMC und VMware, mit dem sich IT-Services in einer Private Cloud automatisieren lassen, getestet. Doch trotz ausgefeilter Management-Funktionen werden Fachabteilungen auch künftig IT-Spezialisten brauchen, wenn sie etwa einen Mail-Server bestellen.

Private Clouds breiten sich schnell aus. Kein Wunder, dass auch ihr Management zum heißen Thema wird. Ein wichtiger Bereich ist hier das Provisioning von Hard- und Software sowie der darauf aufbauenden IT-Services. Dieses wollen VMware und EMC mit einer Kombination aus EMCs Infrastruktur-Manager Ionix UIM (Universal Infrastructure Management) 2.0 und VMwares vSphere vCloud Director erheblich vereinfachen. UIM 2.0 verwaltet dabei ausschließlich vBlock-Module, erlaubt aber die Arbeit mit anderen Enterprise Management Tools als vCloud Director. vCloud Director ist dagegen nicht an die vBlock-Infrastruktur gebunden.

UIM wird in Version 2 um wichtige Eigenschaften erweitert, zu denen die Kooperation mit dem vCloud Director gehört. Die Lösung kommuniziert jetzt auch mit EMC Navision – bisher nur mit Ciscos Blade-Management Tool UCS Manager. Zwei übergreifende Softwareschichten sind neu hinzugekommen: IT Infrastructure Service Catalog verwandelt Komponenten zu vorstrukturierten Infrastrukturbündeln fest vordefinierter Güte, von EMC als „Dienste“ bezeichnet; IT Infrastructure Provisioning sorgt für deren regelkonforme physische Implementierung. Die Verbindung zu vCloud Director bewirkt, dass IT-Spezialisten, die Endanwender-Anforderungen in den Fachbereichen umsetzen, auf Basis der Infrastrukturservices ihre speziellen Dienste konfigurieren können, etwa einen Mail-Service, einen Webshop oder ähnliches.

Das bedeutet allerdings nicht, dass beispielsweise die Personalabteilung per Knopfdruck die nötige IT für einen neuen Mitarbeiter fertig eingerichtet beim Data Center anfordern kann, ohne dass die Fach-IT oder Administratoren im RZ noch eingreifen müssen. Geplant ist eine derart höherwertige Automatisierung aber durchaus, genau wie Chargeback-Funktionen, die bislang ebenfalls fehlen.