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US-Richter: Microsoft muss IT-Systeme nach Beweisen durchsuchen

24.05.2004

Microsoft soll seine IT- und Archivsysteme nach Informationen über eine E-Mail des Topmanagers James Allchin durchsuchen. Das fordert der US-Bezirksrichter Frederick Motz. Allchin, der die Windows Group des Konzerns leitet, hatte im Januar 2000 Mitarbeiter seines Bereichs angewiesen, E-Mails zu löschen, die älter als 30 Tage alt waren. Kritiker wie der Anwalt der US-Firma Burst.com behaupten, Allchin habe damit verhindern wollen, dass möglicherweise belastende Dokumente an das US-Justizministerium oder andere Behörden gelangen und in Gerichtsverfahren verwendet werden. Burst.com führt eine Patentverletzungsklage gegen Microsoft. Im Fall Burst.com habe man bereits mehr als eine halbe Million Dokumente zur Verfügung gestellt, erklärte ein Microsoft-Sprecher. Man werde aber auch der jüngsten Forderung des Gerichts nachkommen. (wh)