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US-Handelsminister setzt sich für Verbraucherschutz im Web ein

27.04.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) – Es begann mit einer Initiative der IBM, die seit letzten Monat keine Werbung mehr auf Web-Sites schaltet, die ihre Besucher nicht darüber aufklären, was mit Informationen geschieht, die Aufschluß über das User-Verhalten geben. US-Handelsminister William Daley zeigte sich so beeindruckt von der Aktion, daß er die Idee gleich an die 20 größten Web-Werbefirmen weiterleitete und darum bat, nur noch auf den Sites zu werben, die Rücksichtnahme auf den Privatbereich ihrer User beweisen. Außerdem wandte sich Daley mit einem Brief an 400 Web-Sites-Betreiber, die sich noch nicht in die Karten schauen lassen. Er warnte davor, daß dem Internet-Business die Besucher abhanden kommen könnten, wenn sie sich durch Eingriffe in ihren Privatbereich bedroht fühlten. Einer Umfrage zufolge sind dies bereits 86 Prozent aller Internet Besucher, 90 Prozent gaben an, daß sie eine transparentere Datenschutzpolitik der Web-Sites bevorzugen würden. Daley sieht in diesen Zahlen einen Hoffnungsschimmer: Wenn neun von zehn Amerikanern einen besseren Schutz der Privatshäre wollen, müssen die Firmen darauf reagieren.