Cyber-Kriminalität

Unternehmen geraten ins Visier

14.04.2011
Ima Buxton arbeitet als freie Redakteurin in München. Sie schreibt schwerpunktmäßig zu Strategie- und Trendthemen.
Anzeige  Nach den Privat-Usern rücken verstärkt Unternehmen in den Fokus von Cyber-Kriminellen. Das ergab eine Studie des britischen Marktforschers Bourne. Danach sind Betriebsgeheimnisse für Internet-Betrüger leichte Beute.
Foto: (c) Dron_Fotolia

Der Klau persönlicher Daten eines Internet-Benutzers mit dem Ziel, Zugang zu Konten oder Zahlungsmitteln wie der Kreditkarte zu erlangen, ist für Cyberkriminelle offenbar nicht mehr attraktiv genug. Mehr Geld verspricht sich die Internet-Schattenwirtschaft einer aktuellen Studie des britischen Marktforschungsunternehmens Vanson Bourne zufolge von dem Verkauf von Geschäftsgeheimnissen wie Marketingplänen, Forschungs- und Entwicklungsergebnissen und Programmcodes. Cyberkriminelle verlagern ihre Aktivitäten deshalb derzeit verstärkt auf die Entwendung geistigen Eigentums internationaler Großunternehmen, das aus Sicht der Studienautoren nur unzureichend geschützt ist.

Abschwung erhöht Bereitschaft zur Datenauslagerung

Für die Studie mit dem Titel "Underground Economies: Intellectual Capital and Sensitive Corporate Data Now the Latest Cybercrime Currency?g befragte Bourne im Auftrag des IT-Sicherheitsdienstleisters McAfee und des amerikanischen Technologiekonzerns Science Applications International Corporation (SAIC) mehr als tausend IT-Manager in den USA, Großbritannien, Japan, China, Indien, Brasilien und Nahen Osten.

Danach hat der wirtschaftliche Abschwung dazu geführt, dass eine wachsende Zahl von Unternehmen eine kostengünstige Datenspeicherung im Ausland in Betracht zieht. Für rund die Hälfte der Befragten ist dies eine Option und etwa ein Drittel der Unternehmen will die Menge der im Ausland gelagerten sensiblen Daten erweitern.

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