Trotz Umsatzplus: Schwacher ARPU senkt Gewinne von o2

28.02.2008
o2 steigerte seinen Umsatz im Gesamtjahr 2007 au 3,41 Milliarden Euro, allerdings wirkten sich rückläufige Terminierungsentgelte und ein sinkender ARPU negativ auf das Ergebnis aus. Interessant ist auch der Rückgang beim Datenumsatz, schließlich investieren die Betreiber Milliardenbeträge in den Ausbau ihrer Netze.

Der Telekommunikationskonzern Telefónica, zu dem auch o2 gehört, hat seine Zahlen für das 4. Quartal sowie das Gesamtjahr 2007 vorgelegt. Im Berechungszeitraum verzeichnete das Unternehmen einen deutlichen Umsatzanstieg, der sich trotz rückläufigem ARPU (Einnahmen je Kunde und Monat) in einem zunehmenden OIBDA wiederspiegelt - dabei handelt es sich um eine dem EBITDA ähnliche Berechnungsgröße.

Telefónica Europe erzielte im 4. Quartal einen Gesamtumsatz von 3,682 Milliarden Euro, verglichen zum Vorjahreszeitraum entspricht das einem Rückgang um 37 Millionen Euro. Diese Entwicklung wirkte sich negativ auf den OIBDA aus, der um 84 auf 826 Millionen Euro zurückging. Mit Blick auf das Gesamtjahr zeigt sich ein anderes Bild: Telefónica setzte 14,458 Milliarden Euro um (plus 1,299 Milliarden Euro), der OIBDA stieg deutlich um 1,269 auf 4,977 Milliarden Euro.

o2 Deutschland kam im Gesamtjahr auf einen Umsatz von 3,41 Milliarden Euro (plus 6,7 Prozent), im 4. Quartal lagen die Einnahmen bei insgesamt 929 Millionen Euro. Ein Rückgang um 0,3 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Aufgrund sinkender Kundenumsätze und einer Neuregelung der Terminierungsentgelte gingen die Einnahmen aus Mobilfunkdiensten in den Monaten von Oktober bis Dezember um 6,5 Prozent auf 725 Millionen Euro zurück. Stark rückläufig entwickelte sich der OIBDA mit einem Minus von 77,9 Prozent auf 17 Millionen Euro. Im Jahr 2007 erzielte der kleinste deutsche Betreiber einen OIBDA von 473 Millionen Euro (minus 24,2 Prozent).

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