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Thermostat von Netatmo kommt nach Deutschland

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Mit Netatmo aus Frankreich steigt ein weiterer Anbieter "intelligenter" Thermostate in den deutschen Markt ein.

Netatmo wurde 2011 mit dem erklärten Ziel gegründet, "Unterhaltungselektronik für einen besseren und vernetzteren Lebensstil" zu entwickeln. Bislang bot das Unternehmen eine Wetterstation und ein schmuckes Armband mit integrierter UV-Messung an. Seinen "Thermostat für Smartphone" verkaufte Netatmo allerdings schon seit knapp einem Jahr in Frankreich und Belgien. Ab sofort gibt es das knapp 180 Euro teure Gerät auch in Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Spanien sowie Italien - hierzulande etwa online bei Amazon, Conrad und Cyberport sowie auch stationär im einschlägigen Fachhandel wie in Baumärkten.

Netatmo Thermostat mit iPhone-App
Netatmo Thermostat mit iPhone-App
Foto: Netatmo

Den Thermostat entwerfen lassen hat sich Netatmo vom französischen Stardesigner Philippe Starck. Das etwa weckergroße Gerät steckt in einem in fünf verschiedenen Farben beleuchtbaren Plexiglaswürfel und hat ein stromsparende E-Ink-Display, das schlicht die Ist- und die Soll-Temperatur anzeigt. Es lässt sich wahlweise frei aufstellen oder wandmontieren und läuft mit drei AAA-Batterien ungefähr ein Jahr lang. Für die Vernetzung ist ein separater Adapter ("Relais") mit WLAN zuständig.

Neben der Einstellung direkt am Thermostat kann man die Heizung über Smartphone (die App gibt es für iOS, Android und Windows Phone), Tablet oder PC steuern. Das System "lernt" die Gewohnheiten der Nutzer und berücksichtigt für die Steuerung die Wärmedämmung und Außentemperatur ("Auto-Adapt"). Geofencing wie es beispielsweise Tado inzwischen anbietet ist allerdings noch nicht integriert.

Netatmo-Thermostat-App auf verschiedenen Endgeräten
Netatmo-Thermostat-App auf verschiedenen Endgeräten
Foto: Netatmo

Nach Angaben von Netatmo kann der Thermostat helfen, den Energieverbrauch um bis zu 25 Prozent zu senken. Kunden erhalten dazu unter anderem jeden Monat einen Energiesparbericht mit personalisierten Empfehlungen, um das Heizen für den Folgemonat zu optimieren. Die Daten dafür werden in Europa verarbeitet und unterliegen dem strengen französischen Datenschutz.

Die Lösung ist kompatibel mit mehr als 1000 Modellen von Gas-, Öl- und Holz-Heizkesseln sowie Wärmepumpen und kann dabei kabelgebundene und drahtlose Thermostate ersetzen. Die Selbstmontage - alles Nötige liegt bei - ist laut Netatmo in maximal einer Stunde erledigt, optional macht das natürlich auch ein professioneller Installateur. Wie auch bei der Konkurrenz von beispielsweise Tado oder Nest bleiben allerdings Zentralheizungen außen vor.