Test: Dell Inspiron 640m

Thomas Rau ist Ressortleiter Hardware bei der PC-WELT. Sein Spezialgebiet sind Notebooks: Seit 1998 testet er Business- und Consumer-Laptops sowie andere mobile Geräte für unsere Schwesterpublikation. Zu seinen Themenbereichen gehören außerdem WLAN und Netzwerke.
Core 2 Duo ist nicht gleich Core 2 Duo: Dell nutzt im Inspiron 640m das günstige Prozessor-Modell T5500, das keine Temporekorde bricht. Trotzdem überzeugt das Dell-Notebook.

Tempo: Der langsamste Core 2 Duo T5500, nur 512 MB RAM und im Chipsatz integrierte Grafikfunktion – das ergibt beim Dell Inspiron 640m im Vergleich zu anderen aktuellen Notebooks in der Summe nur Tempo-Mittelmaß. Wie sein gleichgetakteter Vorgänger Core Duo T2300 (1,66 GHz) besitzt der Core 2 Duo T5500 nämlich nur 2 MB L2-Cache und liegt deshalb in den meisten Tests auf dessen Temponiveau: Im Sysmark 2004SE erreichte er zum Beispiel 178 Punkte.

Mobilität: Das Dell Inspiron 640m ist kein Sprinter, sondern eher ein Mittelstreckenläufer – im Akkutest erwies es sich als äußerst stromsparend und hielt über 4,5 Stunden durch. Da es mit 2,44 Kilogramm außerdem recht leicht ist, steht einem Einsatz unterwegs nichts im Wege.

Ergonomie: Mit maximal 165 cd/m2 leuchtet das spiegelnde Breitbild-Display hell genug für die Arbeit am Schreibtisch. Zum insgesamt guten Bildeindruck trugen auch die satten Farben und die recht gleichmäßig verteilte Helligkeit bei. Selbst unter voller Last drehte der Lüfter nicht lauter als 0,6 Sone auf – ideal, wenn man störungsfrei arbeiten will.

Handhabung: Der recht harte Druckpunkt der Inspiron-Tastatur ist Geschmackssache – von unseren Testern erhielt das leise und stabile Schreibbrett aber sehr gute Noten.

Ausstattung: Hier herrscht Mittelmaß – die Festplatte ist mit 80 GB nicht besonders groß, der DVD-Brenner beschreibt keine RAM-Medien. Zwar verfügt das Dell Inspiron 640m über vier USB-Buchsen – jeweils zwei liegen aber so eng übereinander, dass ein dicker Stick in einem USB-Port den anderen verdeckt. Statt PC-Card-Slot gibt’s beim Inspiron 640m nur einen Steckplatz für Expresscards.

Verarbeitung: Auf der rechten Unterseite ließ sich das Gehäuse leicht eindrücken – ansonsten war die Verarbeitung durchaus okay.

Fazit: Wenn man mit der etwas mageren Hardware- und Schnittstellen-Ausstattung leben kann, erhält man im Dell Inspiron 640 eine ideale Arbeitsmaschine für den Schreibtisch und unterwegs.