Terminierungsentgelte sinken um 10 Prozent

01.12.2007
Die Preise für Handygespräche werden sinken. Die Bundesnetzagentur hat die Durchleitungsentgelte, die ein Netzbetreiber von der Konkurrenz für die Weiterleitung einer Verbindung nehmen darf, um rund 10 Prozent gesenkt. Doch Kritik bleibt auch diesmal nicht aus.

Die Bundesnetzagentur hat gestern ihre Entscheidung bezüglich der Durchleitungsentgelte für Mobilfunkgespräche bekannt gegeben. Sie sinken um 0,9 Cent auf 7,92 Cent pro Minute (netto) für T-Mobile und Vodafone sowie um 1,1 Cent auf 8,8 Cent pro Minute für E-Plus und o2. Die neuen Entgelte liegen für die beiden D-Netze knapp 10 Prozent und für die E-Netze gut 11 Prozent unter den bisher geltenden Minutenpreisen in Höhe von 8,78 bzw. 9,94 Cent.

Die Bundesnetzagentur kam den Preisforderungen der Netzbetreiber nicht nach. Diese hatten allesamt höhere Durchleitungsentgelte gefordert, E-Plus und o2 dazu eine größere Spreizung der Preise zwischen den einzelnen Netzen. Sie hätten aufgrund des 1800-MHz-Bandes und des späten Markteintritts zusammen mit dem kleineren Marktanteil geringere Skaleneffekte und damit höhere Kosten. Diesem trägt die BNA mit der unterschiedlichen Preisgestaltung Rechnung, ist aber der Meinung, dass sich diese Nachteile mit fortschreitender Zeit verringern, weshalb die Senkung bei E-Plus und o2 stärker ausfiel. Die neuen Preise gelten ab dem 1. Dezember 2007 bis zum 1. März 2009.

Mit ihrer Entscheidung bemängeln die Preiswächter die vorgelegten Kostennachweise. Lediglich ein Netzbetreiber hat seine Kostendokumentation für das diesjährige Genehmigungsverfahren derartig transparent gestaltet, dass daraus erstmals die effizienten Kosten einer Terminierungsminute ermittelt werden konnte. Die eingereichten Kostenunterlagen der anderen Unternehmen wurden wiederum als nicht tragfähige Entscheidungsgrundlage kritisiert.

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