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TECHXNY: Peinliche Marketing-Blasen von Intel

27.06.2001

NEW YORK (COMPUTERWOCHE) - Eine regelrecht peinliche Vorstellung lieferte Michael Splinter, nach 17 Jahren Fertigungserfahrung von Craig Barrett zum Herrn über Vertrieb und Marketing ernannter Intel-Veteran, bei seiner Keynote-Rede am zweiten Tag der PC Expo/TECHXNY. Splinters langweiliger Vortrag glich einer vorgelesenen Image-Broschüre, gespickt mit allen Buzzwords der Industrie. Vor allem versprach der Intel-Mann immer wieder Innovation, die sein Arbeitgeber auch in Zukunft abliefern werde.

Unterbrochen wurde Splinter gelegentlich durch Aufwach-Videos oder Anwenderbeispiele, die Intels überlegene Technik demonstrieren sollten. Peer-to-Peer mit Groove, interaktive Inhalte auf USAtoday.com, Vernetzung und Überwachung von Industriegeräten mit Questra oder Datenbank-Konsolidierung bei Honeywell mit XML - alles interessante Lösungen, aber allesamt nicht Intel-spezifisch und mit Produkten von Sun oder IBM genauso machbar.

Zum Ende der "Show" hielt Splinter dann noch ein Testmuster des neuen IA-64-Chips "Itanium" in die Höhe und versprach, die neue Chiparchitektur werde zukünftig in Systemen von immer mehr Herstellern anzutreffen sein. Als ob das nicht schon jeder gewusst hätte. Fazit: Das war wohl nichts, Herr Splinter. (tc)