Teamviewer: Windows-PCs kostenlos fernsteuern

Vice President Software & SaaS Markets PAC Germany
Die Software Teamviewer vom gleichnamigen Anbieter aus Uhingen gibt es für private Konsumenten nun als kostenlose Version. Das Tool verbindet zwei PCs, auf denen das Werkzeug installiert ist, über das Internet miteinander. Über diese Verbindung kann der eine Rechner den anderen fernsteuern. Zudem eignet sich das Tool für Dateitransfers sowie für Präsentationen.

Zum Verbindungsaufbau kontaktiert die Teamviewer zunächst einen zentralen Server (der "Teamviewer Routing-Server") und erhält von ihm eine Sitzungskennung sowie ein einmal gültiges numerisches Passwort. Um auf einen entfernten Windows-PC zuzugreifen, benötigt man die Kennung und den Zugangscode, so dass beide Anwender sich per Telefon oder E-Mail austauschen müssen.

Der Desktop des Remote-PCs erscheint in einem speziellen Fenster. Bedienelemente werden darin am oberen Bildschirmrand in einer Symbolleiste eingeblendet.

Da das Programm rasch installiert ist, eignet es sich auch dazu, ad hoc eine Netzverbindung zu einem entfernten Computer einzurichten. Betreiben lässt sich das Modul aber auch als Host mit festem Passwort, so dass ein Fernzugriff auch ohne vorherigen Austausch der Zugangsdaten möglich ist.

Teamviewer verschlüsselt die Verbindung und nutzt hierzu RSA Public-/Private Key Exchange und RC4 Session Encoding. Auf diese Weise findet außerdem eine Authentifizierung beider Kommunikationspartner statt. Das gleiche Verfahren setzt der Anbieter auch für die kommerziellen Varianten des Programms ein.

Unbegrenzt verwenden kann man den kostenlosen Teamviewer nicht: Maximal 25 Verbindungsstunden im Monat gewährt der Anbieter. Längere beziehungsweise unbegrenzte Sitzungszeiten bieten die kommerziellen Angebote, die zudem höhere Übertragungsraten und Anpassungen erlauben.

Kostenpflichtig ist zum Beispiel "Teamviewer Quicksupport". Dieses Modul können beispielsweise IT-Dienstleister an ihre Kunden verteilen etwa zum Download auf ihrer Website zur Verfügung stellen. Der Endbenutzer baut via Doppelklick eine Verbindung zum Support-Center des Serviceanbieters auf. Ein Mitarbeiter dort kann auf den Kundenrechner zugreifen und beispielsweise ein Softwareproblem beheben. Hierbei wird jedoch der PC des Kunden nicht verändert, da das Programm zur Laufzeit nur in den Arbeitsspeicher des Windows-Rechners geladen wird, ohne Einträge in der Windows-Registry vorzunehmen.

Fazit

Das kostenlose Teamviewer ist sehr einfach zu bedienen und auch für Ad-hoc-Verbindungen gut geeignet. Eine Verschlüsselung sorgt trotzdem für Sicherheit.