Alle sechs Monate neues Handy

T-Mobile USA lockt Kunden mit neuem Tarif

11.07.2013
Alle sechs Monate ein neues Handy: Mit diesem Angebot versucht die US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom wieder in die Offensive zu kommen.

Für zehn US-Dollar im Monat extra sollen Vertragskunden von T-Mobile USA häufiger als bislang in der Branche üblich an ein neues Gerät kommen können, wie das Unternehmen am Mittwochabend mitteilte. Normal sind in den USA Wartezeiten zwischen 20 und 24 Monaten.

So bewirbt der selbsternannte "Uncarrier" T-Mobile USA seinen neuen "Jump"-Tarif.
So bewirbt der selbsternannte "Uncarrier" T-Mobile USA seinen neuen "Jump"-Tarif.
Foto: T-Mobile USA

T-Mobile USA leidet seit geraumer Zeit unter der Abwanderung von Vertragskunden an die größeren Wettbewerber Verizon Wireless, AT&T oder Sprint. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge konnte das Unternehmen aber im zweiten Quartal seine Kundenzahl zum ersten Mal seit drei Jahren wieder steigern. Seit dem Frühjahr bietet das seit kurzem an der Börse notierte Unternehmen zudem das beliebte iPhone von Apple an. Darüber hinaus hatte die Telekom-Tochter im März ein neues Vertragsmodell eingeführt.

Laut T-Mobile-USA-Chef John Legere verdoppelte sich die Laufkundschaft in den Geschäften des Betreibers seitdem. Das Unternehmen sei in den vergangenen zwei Monaten der am schnellsten wachsende Mobilfunkanbieter der USA, sagte der Manager. Konkrete Zahlen blieb er allerdings schuldig.

Bei dem nun angekündigten Vertragsmodell "Jump" sind die Telefone für die zehn Dollar zusätzlich im Monat auch versichert. Wer mindestens sechs Monate gezahlt hat, kann sich bis zu zwei Mal im Jahr ein neues Handy aussuchen und es vergünstigt finanzieren. Das alte Modell geht im Gegenzug zurück an T-Mobile USA.

Neben dem neuen Tarif berichtete das Unternehmen über den aktuellen Stand beim Ausbau des schnellen LTE-Mobilfunknetzes. Dieser sei schneller vorangegangen als ursprünglich geplant, sagte Legere. Anstelle der angepeilten Reichweite von 100 Millionen Menschen in Städten, könnten nun bereits 157 Millionen in 116 Städten auf das Netz zugreifen. (dpa/tc)