Bewertung von Strategy Analytics

Symbian Foundation: Gut für Nokia, schlecht für Google Android und Microsoft

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Nach Ansicht der Marktforscher von Strategy Analytics setzt die Gründung der Symbian Foundation konkurrierende Plattformen wie Google Android und Microsofts Windows Mobile stark unter Druck.

Das Analystenhaus Strategy Analytics bewertet die Ankündigung von Nokia, die verbleibenden Symbian-Anteile zu kaufen und das Betriebssystem "Symbian OS" gemeinsam mit zahlreichen großen Partnern zu einer offenen Plattform zu machen, als klugen Schachzug. Neil Mawston, Director bei Strategy Analytics, rechnet damit, dass Nokia die lizenzfreie Symbian-Software einsetzt, um 2009 das profitable Wachstum bei Endgeräten und Diensten voranzutreiben. "Dies ist ein kluger Schachzug, da billige Smartphones für den Massenmarkt möglicherweise zu höheren weltweiten Umsätzen mit Nokia-Geräten und Ovi-Content führen."

Sein Kollege Bonny Joy fügt hinzu, dass geringere Kosten für Symbian-OS vor allem eine schlechte Nachricht für konkurrierende mobile Plattformen wie Google Android and Microsoft Windows Mobile darstellten. Indem Symbian ebenfalls für lau verfügbar sei, schwinde einer der größten Wettbewerbsvorteile von Google Android. Was Microsoft anbelangt, geht Joy davon aus, dass der Softwareriese seine Lizenzgebühren für Windows Mobile senken müsse. Diese seien aktuell mit geschätzten 14 Dollar je Gerät ohnehin sehr hoch. (mb)