Apple iMac-Konkurrenz

Surface All-In-One-PC von Microsoft?

04.07.2016
Von  und Nick Mediati
Florian Maier beschäftigt sich in erster Linie mit dem Themenbereich IT-Security. Daneben schreibt er auch über reichweitenstarke und populäre IT-Themen an der Schnittstelle zu B2C und ist für den Facebook-Auftritt der COMPUTERWOCHE zuständig. Er schreibt hauptsächlich für die Portale COMPUTERWOCHE und CIO.
Wie steht es um Microsofts Hardware-Anstrengungen nach dem jähen Consumer-Aus für das Windows Phone? Glaubt man den neuesten Gerüchten, wollen die Redmonder dem iMac Konkurrenz machen - mit einem Surface AiO.

In den vergangenen Jahren hat Microsoft die Herstellung eigener Hardware priorisiert und unter anderem die erfolgreiche Tablet-Reihe Surface Pro und den Laptop Surface Book auf den Markt gebracht. Diese Devices könnten jedoch nur der Anfang gewesen sein. Denn wie aktuelle Berichte nahelegen, will der Windows-Gigant demnächst selbst ins Geschäft mit Desktop PCs einsteigen.

Surface AiO vs. Apple iMac ab Ende 2016?

Die Web-Plattform Windows Central berichtet unter Berufung auf zuverlässige Quellen darüber, dass man bei Microsoft bereits fieberhaft an einem Surface All-In-One-PC arbeite, der demnächst das Portfolio ergänzen soll. Zuvor hatte bereits die News-Plattform DigiTimes über die Surface AiO-Pläne berichtet und einen Release im dritten Quartal 2016 vermutet. Bei Windows Central ist man hingegen vorsichtiger, was den Release des iMac-Konkurrenten angeht: "Laut unseren Quellen ist über Details wie diese bisher noch keine Entscheidung gefallen", schreibt der verantwortliche Redakteur Daniel Rubino.

Natürlich liegen auch die Specs eines möglichen Surface-Desktop-PCs völlig im Dunkeln - spekuliert wird wie gewohnt trotzdem. So gehen sowohl Windows Central als auch DigiTimes davon aus, dass der Release der neuen Surface Hardware an der Verfügbarkeit der kommenden Intel Kaby Lake-Prozessoren "hängt". Über das Design des Apple iMac-Kontrahenten wird ebenfalls bereits spekuliert - mit Hinweis auf einen Patentantrag von Microsoft, der bereits im letzten Jahr eingereicht wurde.

Desktop-Surface als Reanimator des PC-Markts?

Auch wenn Microsoft alleine den schrumpfenden PC-Markt wohl nicht komplett umkrempeln kann: Die Redmonder könnten der PC-Industrie mit einem Surface All-In-One neue Impulse verleihen - ganz ähnlich wie es mit der Surface-Tablet-Reihe bereits für 2-in-1-Devices funktioniert hat.

Daniel Rubino von WindowsCentral sieht Microsoft in einer guten Position, um neue Technologie-Trends im PC-Bereich zu setzen und spekuliert darüber, dass es sich beim Desktop-Surface um eine aufgebohrte Consumer-Variante von Microsofts Touch-PC-Tisch PixelSense handeln könnte. Wenn dem so ist, könnte Microsoft unter Umständen tatsächlich dafür sorgen, dass sich der All-In-One-PC mit Touchscreen vom Exoten-Device zu einem nützlichen, intuitiv benutzbaren Hardware-Hit zu machen. Dem PC-Markt wäre es jedenfalls zu wünschen.

Dieser Beitrag basiert auf einem Artikel unserer Schwesterpublikation pcworld.com.