Apple iMac-Konkurrenz

Surface All-In-One-PC von Microsoft?

07.10.2016
Von  und Nick Mediati
Florian Maier beschäftigt sich mit dem Themenbereich IT-Security und schreibt über reichweitenstarke und populäre IT-Themen an der Schnittstelle zu B2C. Daneben ist er für den Facebook- und LinkedIn-Auftritt der COMPUTERWOCHE zuständig. Er schreibt hauptsächlich für die Portale COMPUTERWOCHE und CIO.
Wie steht es um Microsofts Hardware-Anstrengungen nach dem jähen Consumer-Aus für das Windows Phone? Glaubt man den neuesten Gerüchten, wollen die Redmonder dem iMac Konkurrenz machen - mit einem Surface AiO.

In den vergangenen Jahren hat Microsoft die Herstellung eigener Hardware priorisiert und unter anderem die erfolgreiche Tablet-Reihe Surface Pro und den Laptop Surface Book auf den Markt gebracht. Diese Devices könnten jedoch nur der Anfang gewesen sein. Denn wie aktuelle Berichte nahelegen, will der Windows-Gigant demnächst selbst ins Geschäft mit Desktop PCs einsteigen.

Surface AiO vs. Apple iMac ab Ende 2016?

Die Web-Plattform Windows Central berichtet unter Berufung auf zuverlässige Quellen darüber, dass man bei Microsoft bereits fieberhaft an einem Surface All-In-One-PC arbeite, der demnächst das Portfolio ergänzen soll. Zuvor hatte bereits die News-Plattform DigiTimes über die Surface AiO-Pläne berichtet und einen Release im dritten Quartal 2016 vermutet. Bei Windows Central ist man hingegen vorsichtiger, was den Release des iMac-Konkurrenten angeht: "Laut unseren Quellen ist über Details wie diese bisher noch keine Entscheidung gefallen", schreibt der verantwortliche Redakteur Daniel Rubino.

Natürlich liegen auch die Specs eines möglichen Surface-Desktop-PCs völlig im Dunkeln - spekuliert wird wie gewohnt trotzdem. So gehen sowohl Windows Central als auch DigiTimes davon aus, dass der Release der neuen Surface Hardware an der Verfügbarkeit der kommenden Intel Kaby Lake-Prozessoren "hängt". Über das Design des Apple iMac-Kontrahenten wird ebenfalls bereits spekuliert - mit Hinweis auf einen Patentantrag von Microsoft, der bereits im letzten Jahr eingereicht wurde.

Desktop-Surface als Reanimator des PC-Markts?

Auch wenn Microsoft alleine den schrumpfenden PC-Markt wohl nicht komplett umkrempeln kann: Die Redmonder könnten der PC-Industrie mit einem Surface All-In-One neue Impulse verleihen - ganz ähnlich wie es mit der Surface-Tablet-Reihe bereits für 2-in-1-Devices funktioniert hat.

Daniel Rubino von WindowsCentral sieht Microsoft in einer guten Position, um neue Technologie-Trends im PC-Bereich zu setzen und spekuliert darüber, dass es sich beim Desktop-Surface um eine aufgebohrte Consumer-Variante von Microsofts Touch-PC-Tisch PixelSense handeln könnte. Wenn dem so ist, könnte Microsoft unter Umständen tatsächlich dafür sorgen, dass sich der All-In-One-PC mit Touchscreen vom Exoten-Device zu einem nützlichen, intuitiv benutzbaren Hardware-Hit zu machen. Dem PC-Markt wäre es jedenfalls zu wünschen.

Surface goes Desktop: Neue Bilder, neue Gerüchte, MS-Event

Die Federal Communications Commission (FCC) regelt als unabhängige Behörde in den USA die Zulassung von Kommunikationsgeräten aller Art. Nun veröffentlichte die Behörde neue Bilder, die Maus und Keyboard des kommenden Surface All-in-One zeigen könnten.

Diese Tastatur könnte zum kommenden Desktop-Surface gehören.
Diese Tastatur könnte zum kommenden Desktop-Surface gehören.
Foto: FCC

Bereits zuvor waren im Netz erste Bilder einer neuen Tastatur aufgetaucht. Die nun von der FCC veröffentlichten Bilder zeigen zweifellos Microsoft Hardware - lassen aber dennoch Raum für Spekulationen, da das typische Surface-Branding fehlt. Lediglich die Farbgebung erinnert an das Surface Book.

Nur eine neue Maus oder ein weiterer Hinweis darauf, dass Microsoft einen All-in-One mit Surface-Branding in der Mache hat?
Nur eine neue Maus oder ein weiterer Hinweis darauf, dass Microsoft einen All-in-One mit Surface-Branding in der Mache hat?
Foto: FCC

Microsoft hat die neue Hardware offensichtlich bereits Mitte Januar 2016 an die FCC zur Zulassung übermittelt, nach dem Ablauf der Geheimhaltungsfrist (180 Tage) wurden die Bilder nun veröffentlicht. Obwohl naheliegt, dass die Produkte die bei der FCC eingereicht werden auch auf den Markt kommen, gibt es dafür bislang keinerlei Hinweise. Einziges konkretes Anzeichen für einen Surface All-in-One bleibt so weiterhin das von Microsoft eingereichte Patent. Auf der Website der FCC ist der Surface-Desktop bislang ebenfalls nicht aufgetaucht. Immerhin: Microsoft selbst hat inzwischen für den 26. Oktober ein großes Event angekündigt.

Dieser Beitrag basiert auf einem Artikel unserer Schwesterpublikation pcworld.com. Mit Material von IDG News Service.