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Superdome: HP plant neue Unix-Offensive

12.09.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Um sein schwächelndes Geschäft mit Unix-Servern neu zu beleben, will Hewlett-Packard morgen seine neuen "Superdome"-Server ins Rennen gegen die Konkurrenz - vor allem Sun und IBM - schicken.

Das neue System, Nachfolger der bisherigen "V-Class"-Linie, setzt sich dem Vernehmen nach aus Modulen mit je vier Prozessoren zusammen, die jeweils mit eigenem Speicher und eigener I/O-Hardware bestückt sind. Über zwei Highspeed-Switches lassen sich acht dieser Module zu einem 32-Wege-System zusammenfügen, das Chief Executive Officer (CEO) Carleton Fiorina morgen der Öffentlichkeit vorstellen wird. Richtig interessant wird es nach Ansicht von Experten aber wohl erst in einigen Monaten, wenn HP zusätzlich die Option bietet, zwei voll ausgebaute 32-Wege-Maschinen über eine so genannte "Flex"-Verkabelung zu einem 64-Wege-System zu kombinieren.

Die Superdome-Systeme werden anfänglich mit den hauseigenen "PA-RISC"-Prozessoren ausgeliefert. Später ist dann ein Umstieg auf die gemeinsam mit Intel entwickelte 64-Bit-Architektur "IA-64" vorgesehen - diesen Migrationspfad offeriert sonst nur noch SGI. Sun (Sparc), IBM (PowerPC) und Compaq (Alpha) setzen bei Unix-Systemen weiterhin auf ihre eigenen CPU-Architekturen.