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Sun kauft Andy Bechtolsheim zurück

11.02.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Sun Microsystems ist übereingekommen, die Start-up-Firma Kealia aus Palo Alto, Kalifornien, zu übernehmen. Diese wurde von Sun-Mitgründer Andreas Bechtolsheim gegründet, bevor dieser im vergangenen Dezember einen Management-Posten bei Cisco Systems dreingab (Computerwoche.de berichtete). Finanzielle Details der Übernahme, die offenbar in Aktien abgewickelt wird, wurden nicht veröffentlicht.

Andy von Bechtolsheim (48) entwarf vor mehr als 20 Jahren Suns erste Workstations, als er noch gemeinsam mit Sun-CEO Scott McNealy in Stanford studiert. Der gebürtige Deutsche war lange treibende Kraft hinter Suns Hardware-Designs, bevor er 1995 das Unternehmen verließ und den Netzausrüster Granite Systems gründete. Dieser wurde im Jahr darauf für 220 Millionen Dollar von Cisco gekauft. Als Bechtolsheim Cisco verließ, kümmerte er sich als Vice President um den Bereich Gigabit Switching. Bei Sun soll er nun Chief Architect der Volume Systems Product Group werden.

Kealia arbeitete (noch im Geheimen) an - wie Insider berichten - Servern für die Verteilung von Filmen und anderen digitalen Inhalten. Diese Maschinen basieren interessanterweise, wie Bechtolsheim gestern verriet, auf den "Opteron"-Prozessoren von AMD. Sun hat ebenfalls eine strategische Partnerschaft mit Advanced Micro Devices vereinbart und gestern seinen ersten eigenen Opteron-Server angekündigt, dem weitere Modelle folgen sollen (Computerwoche.de berichtete). Dieser "V20z" verwendet laut McNealy aber noch keinerlei Kealia-Technik. (tc)