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Sun bringt JES für Windows und HP-UX

26.10.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Besser spät als nie: Sun kündigt US-Presseberichten zufolge heute an, dass es seinen Middleware-Stack "Java Enterprise System" (JES) in Version 4 jetzt auch für die Betriebssystemplattformen Windows und HP-UX anbietet. Eigentlich hätten diese bereits im ersten Quartal dieses Jahres unterstützt werden sollen. Bislang gibt es JES für das hauseigene Solaris 10 sowie das Enterprise Linux von Red Hat.

Für IBMs AIX gibt es JES auch weiterhin nicht. "Würden wir dafür eine Nachfrage sehen, würden wir es machen. Aber wir sehen keine", erklärte Suns Softwarechef John Loiacono. Was nicht weiter verwundert, offeriert Big Blue doch mit "Websphere" eine vergleichbare Produktlinie. Ursprünglich hatte Sun angedeutet, es würde AIX zeitgleich mit Windows und HPs Unix-Derivat unterstützen.

Sun bietet sechs verschiedene JES-Pakete an, von denen fünf jeweils 50 Dollar pro Nutzer und Jahr kosten. Wer alle fünf abonniert, zahlt 140 Dollar. Die Bundling-Bedingungen für die sechste Suite - die mit SeeBeyond zugekaufte Integrationslösung - wurden noch nicht festgelegt.

Außerdem möchte Sun über ein neues "JDS Partner Program" sein "Java Desktop System" auf weiteren Linux-Distributionen verfügbar machen. Sun selbst bietet das Paket für Solaris 10, eine Variante von Suse Linux und auf seinen "Sun-Ray"-Thin-Clients an. Außer Java und StarOffice enthält JDS allerdings nur ohnehin populäre Open Source wie die Benutzeroberfläche GNOME, den Mozilla-Browser oder den PIM-Client (Personal Information Management) Evolution. (tc)