Geballte Rechenpower bei geringem Gewicht

Subnotebooks im Test

Thomas Rau ist Ressortleiter Hardware bei der PC-WELT. Sein Spezialgebiet sind Notebooks: Seit 1998 testet er Business- und Consumer-Laptops sowie andere mobile Geräte für unsere Schwesterpublikation. Zu seinen Themenbereichen gehören außerdem WLAN und Netzwerke.
Die Klasse der Subnotebooks vereint die Handlichkeit eines Netbooks mit der Rechenpower eines Notebooks. Lesen Sie, welche Geräte im Vergleichstest punkten konnten.

Bei Subnotebooks handelt es sich im Grunde genommen nur um besonders leichtgewichtige Notebooks der Klasse unter 2 Kilogramm, die sich insbesondere für mobiles Arbeiten eignen. Früher waren Sie, teils zurecht, als Statussymbole des höheren Management verschrien. Ein Grund hierfür war sicherlich der hohe Preis, den die einzelnen Notebook-Hersteller für Ihre Geräte verlangten, beziehungsweise verlangen konnten, da Anwender aus dem Business-Bereich auf die Geräte angewiesen waren.

Subnotebooks: Die Preise fallen
Seit die günstigen Netbooks den Notebook-Markt aufgemischt haben, gehen auch bei den Subnotebooks die Preise nach unten: Bereits für weniger als 800 Euro bekommen Sie derzeit schicke Leichtgewichte wie das Acer Aspire 3810T oder das HP Pavilion DV2. Die günstigen Subnotebooks sind zwar nicht besonders rechenstark - die langsamen Netbooks stecken sie aber allemal in die Tasche. In vielen Subnotebooks stecken außerdem die gleichen leistungsfähigen Mobil-Prozessoren wie in großen 15- oder 17-Zoll-Notebooks.

Was ist besser: Netbook und Subnotebook
Nicht nur bei der Rechenleistung schneiden die Subnotebooks deutlich besser ab als die kleinen, leichten und günstigen Netbooks: Sie bieten meist ein größeres Display mit höherer Auflösung - häufig 13 Zoll mit 1366 x 768 Bildpunkten. Außerdem sind sie besser ausgestattet: Sie haben mehr Schnittstellen sowie eine größere Festplatte. Viele Subnotebooks bringen einen integrierten DVD-Brenner mit. Außerdem besitzen die meisten Subnotebooks eine Tastatur in Standardgröße: Darauf lässt sich schneller und ergonomischer tippen als auf den verkleinerten Schreibbrettern der meisten Netbooks.

Selbst bei Gewicht und Akkulaufzeit halten viele Subnotebooks mit den Netbooks mit: Die leichtesten Federgewichts-Notebooks wiegen zwischen 1,3 und 1,5 Kilogramm. Im Akkubetrieb halten die meisten Subnotebooks vier bis sechs Stunden durch, die Ausdauer-Könige kommen sogar auf acht bis zehn Stunden bevor sie wieder an die Steckdose müssen.

Schnell oder ausdauernd
Bei fast jedem Sub-Notebook müssen Sie sich entscheiden: Entweder wollen Sie eine lange Akkulaufzeit von sechs Stunden oder mehr – das funktioniert nur mit stromsparenden und deshalb langsamen Komponenten. Oder Sie brauchen auch in einem Leichtgewicht die von großen Notebooks gewohnte Rechen-Power – dann dürfen Sie kaum über vier Stunden Akkulaufzeit erwarten. Eine Alternative sind teure Subnotebooks mit Speziallösungen, die einen Kompromiss zwischen Ausdauer und Leistung bieten: Beim Sony VGN-Z41MD/B beispielsweise können Sie zwischen einer sparsamen Chipsatz-Grafik und einer leistungsfähigeren 3D-Karte umschalten.

Testsieger: Sony VGN-Z41MD/B
Das schicke Subnotebooks von Sony bot im Test die beste Mischung aus hohem Tempo und langer Ausdauer, geringem Gewicht und trotzdem reichhaltiger Ausstattung. Zu seinen weiteren Stärken gehörte der sehr helle Bildschirm und die ergonomische Tastatur.

Preistipp: Acer Aspire 3810T
Das flache Subnotebook von Acer bietet mit Abstand das beste Ausdauer-Preis-Verhältnis im Test: Es hielt im Akkubetrieb zehn Stunden durch und kostet weniger als 600 Euro. Außerdem sieht es auch noch elegant aus. Da nimmt man sogar die sehr durchwachsene Rechenleistung in Kauf.