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Steigende Datenflut erhöht unternehmerische Risiken

19.09.2006
Einer Umfrage von Teradata zufolge fürchten sich Topmanager heute mehr vor Loyalitätsverlust als vor Profiteinbrüchen.

Zum fünften Mal nahm der Data-Warehouse-Spezialist Teradata heuer seine jährliche Anwenderbefragung zum Thema "Enterprise Decision-Making" vor. Dazu wertete er die via Web-Umfrage eingeholten Ansichten von insgesamt 1171 zufällig ausgewählten Managern aus. Wie Bob Fair, Vice-President für Strategie und Marketing bei Teradata, erläutert, handelt es sich bei 84 Prozent der Befragten um "C-Level-Manager", also Chief Information und Chief Operating Officers sowie Finanz- oder Marketing-Chefs.

Nahezu alle Studienteilnehmer (96 Prozent) klagten über die steigende Datenflut. Mehr als die Hälfte (52 Prozent) gaben sogar an, dass sich die Datenmenge jedes Jahr verdopple oder sogar verdreifache. 68 Prozent, mithin über zwei Drittel, müssen heute eindeutig mehr Entscheidungen pro Tag treffen als vor einem Jahr. Darüber hinaus seien diese Entscheidungen schneller erforderlich, teilweise in Echtzeit.

Für 65 Prozent der Befragten liegen die Ursachen der Datenproliferation in der Technik selbst. "Technologie ist beides: Problem und Lösung", so Fair.

Je mehr Daten und je knapper die Reaktionszeit, desto höher das Risiko falscher Entscheidungen. Auf die Frage, vor welchen Konsequenzen sie sich am meisten fürchteten, nannten die Teilnehmer vor allem kundenbezogene Risiken: an erster Stelle den Verlust der Loyalität, an zweiter einen schlechten Ruf des eigenen Unternehmens. Erst auf Platz 3 folgt der Spitzenreiter des Jahres 2002: der Einbruch beim Profit.

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