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Stadt Schwäbisch Hall gibt Microsoft den Laufpass

26.11.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - In der Stadtverwaltung von Schwäbisch Hall wird sich bald eine Open-Source-Gemeinde bilden: Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim und sein Projektteam entschieden, die vorhandene Windows-Infrastruktur durch eine Linux-basierte zu ersetzen. Die Stadt rechnet mit Einsparungen im sechsstelligen Bereich. Die Summe könnte den Haushalt der 36.000 Einwohner zählenden Kommune maßgeblich entlasten. Damit ist die Stadtverwaltung Schwäbisch Hall nach eigenen Angaben der erste professionelle Anwender, der sich für den auf der Linux-World in Frankfurt am Main Ende Oktober angekündigten Suse Linux Enterprise Server entscheidet.

Neben der Kostenreduzierung durch niedrigerer Software-Lizenz-Gebühren erwartet Pelgrim von Linux auch eine sicherere IT-Strukur als bei Microsoft-Produkten. Ein weiterer Wechselgrund war die freie Wahl unter technischen Angeboten, die der offene Standard gewährleistet. Mit der Umrüstung der insgesamt 400 PCs soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Zudem sind Schulungen und eine Hotline für die Mitarbeiter vorgesehen.

Boris Nalbach, Chief Technologie Officer (CTO) der Suse Linux AG äußerte seine Zuversicht, im kommenden Jahr mehr und mehr Unternehmen und Verwaltungen als Linux-Anwender zu gewinnen. Nach einer von der Europäischen Union an Berlecon Research in Auftrag gegebenen Studie vom Juli arbeiten bereits 31 Prozent der Firmen und öffentlichen Institutionen mit Open-Source-Software oder planen die Installation innerhalb der nächsten zwölf Monate. (km)