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Speicheroffensive von Microsoft

06.04.2004

Windows soll nach dem Willen von Microsoft auch im Storage-Bereich eine dominante Größe werden. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben eine Erweiterung für Windows Storage Server 2003 fertiggestellt. Das Betriebssystem für NAS-Umgebungen (Network Attached Storage) kann nun auch Daten aus der Messaging-Lösung Exchange Server 2003 verwalten. Eine entsprechende Erweiterung wird demnächst über NAS-Geräteanbieter vertrieben werden.

Um Storage Area Networks (SANs) geht es bei Veränderungen an Windows Server 2003. Ein zusätzliches "Fibre Channel Information Tool" liefert Daten über die im Netz verwendeten, meist von verschiedenen Herstellern stammenden Speicher und ihre Konfiguration. Das Tool soll ab Mai 2004 zum kostenlosen Download bereitstehen. Mit dem Service Pack 1 soll das Betriebssystem in der zweiten Hälfte dieses Jahres die Fähigkeit zu "storage tracing" erhalten. Darunter versteht Microsoft die Möglichkeit, die Kommunikation zwischen Servern und Speichern online zu analysieren. Die auf Fehler zu untersuchenden Systemkomponenten müssten also nicht im Netz isoliert werden. Schließlich hat der Redmonder Konzern die im vergangenen Jahr angekündigte Unterstützung von iSCSI umgesetzt. Die "Datacenter Edition" von Windows Server 2003 eignet sich nun auch für iSCSI nutzende Umgebungen. (ls)