Drohende Entlassungen

Sorge bei Nokia-Siemens-Beschäftigten in Berlin

25.11.2011
Der geplante Stellenabbau bei Nokia Siemens Networks (NSN) macht auch den Berliner Beschäftigten des Netzausrüsters Sorgen.
Aus der NSN-Zentrale in Espoo gibt es bislang noch keine Details dazu, welche Länder wie stark von den geplanten Entlassungen betroffen sein werden.
Aus der NSN-Zentrale in Espoo gibt es bislang noch keine Details dazu, welche Länder wie stark von den geplanten Entlassungen betroffen sein werden.
Foto: NSN

"Der Betriebsrat erwartet, dass die Geschäftsleitung sich äußert", sagte IG-Metall-Sprecher Bodo Grzonka am Donnerstag. Laut Gewerkschaft hat das Unternehmen noch keine detaillierten Pläne vorgelegt. Branchenbeobachter erwarten, dass mehr als ein Drittel der 9000 Stellen in Deutschland wegfallen. In Berlin hat NSN nach eigenen Angaben 1200 Beschäftigte. In diesem Jahr werde es keine Entscheidung geben, sagte Sprecherin Jozefa Terloo.

"Wir wollen den Dialog mit dem Betriebsrat sorgfältig führen", kündigte sie an. Berlin sei ein großer Standort, und das Unternehmen werde auch künftig Forschung, Entwicklung und Produktion in Deutschland brauchen. In dem Werk in Siemensstadt entwickeln und prüfen Fachkräfte unter anderem optische Netzwerke. "Das ist für uns ein Kerngeschäft", sagte Terloo.

Das Gemeinschaftsunternehmen von Siemens und Nokia hatte angekündigt, bis Ende 2013 etwa 17.000 der weltweit 74.000 Arbeitsplätze zu streichen. NSN hatte in den vergangenen Jahren hohe Verluste gemacht und kämpft mit einem starken Wettbewerb in der Branche. Rivalen aus China wie Huawei werden immer stärker und bringen die Preise unter Druck. Der schwedische Konkurrent Ericsson hält fest die Spitzenposition in der Branche. (dpa/tc)