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Sony rollt den US-Notebookmarkt auf

04.05.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der japanische Elektronikkonzern Sony erobert zusehends den amerikanischen Notebook-Markt. Aktuellen Zahlen von NPD Intelect zufolge konnte Sony im März 2001 knapp 47 Prozent mehr "Vaio"-Geräte ausliefern als ein Jahr zuvor. Nach Umsatz liegen die Japaner damit bereits auf dem ersten Platz vor Compaq, das allerdings bei den verkauften Stückzahlen noch knapp die Nase vorn hat. Außerdem konnte Sony im März erstmals den meistverkauften Portable vorweisen.

Analysten wundern sich ob des plötzlichen Erfolgs, zumal Sony in der Vergangenheit mit seinen Notebooks weit weniger erfolgreich war. Statt sich - wie Compaq oder Hewlett-Packard - auf Lowend und Midrange zu konzentrieren, setzen sie auf schlanke, aber teuer Edelmodelle. Die Vaios sind im Schnitt rund 600 Dollar teurer als die Modelle der Wettbewerber. "Sony ist ein bisschen das Apple der PC-Notebooks", meint Alan Promisel von IDC. "Sie bieten reichhaltige Multimedia-Ausstattung mit Windows-Betriebssystem, und das gefällt den Kunden halt."

Die im März in den USA verkauften Laptops kosteten im Schnitt 1684 Dollar (Februar 2001: 1595 Dollar; März 2000: 1795 Dollar). Sonys Portables wanderten im Schnitt für 2090 Dollar über den Thresen; bei Compaq (1508 Dollar), HP (1519 Dollar) oder Toshiba (1556) lagen die Durchschnittspreise deutlich darunter.