Nimmt HD-Videos auf

Sony Ericsson U5i Vivaz im Test

Yvonne Göpfert ist als freie Journalistin in München tätig.
Wer auf der Suche nach Kamera, HD-Video-Rekorder und Handy in einem ist, sollte das Sony Ericsson U5i Vivaz unter die Lupe nehmen.

Sony Ericsson U5i Vivaz: Testbericht

Sony Ericsson ist ein Spezialist in Sachen Multimedia. Das hat der Hersteller auch beim Sony Ericsson U5i Vivaz wieder unter Beweis gestellt. Daher beginnt der Test mit der Bewertung der Multimediafunktionen.

Das kleine, sehr handliche, aber leider komplett aus Plastik gebaute Symbian-S60-Handy bietet eine 8,1-Megapixel-Kamera. Dank 3-Zoll-Touchscreen lassen sich Funktionen wie der Panorama- oder der Lächelmodus schnell aktivieren. Auch der Autofokus schaltet mit zwei Berührungen auf Gesichtserkennung, Makro oder unendlich um. Besonders schick: Wer nicht immer zental fokussieren will, kann den Touch-Fokus aktivieren. Damit hat der Anwender die Möglichkeit, irgendwo auf den Bildschirm zu tippen und schon wird auf diese Stelle scharfgestellt. Der Autofokus arbeitete dabei erstaunlich flott. Nicht schön: Sie müssen die Auslösetaste sehr fest drücken, damit sie reagiert.

Die Bildqualität des Sony Ericsson U5i Vivaz ist für eine Handy-Kamera sehr gut. Allerdings hat die Optik Probleme mit vielen Details: Blätter eines Baumes verschmelzen zu einem Einheitsbrei. Schuld daran ist die kleine Sensorfläche der Kamera, auf die früher 5 Megapixel, nun 8 Megapixel passen müssen. Dabei wurde der Sensor nur gering vergrößert. Bei Dunkelheit hilft ein LED-Blitz, Schnappschüsse zu produzieren. Wer sein Motiv jedoch zu nah an der Kamera positioniert, muss mit Überbelichtung rechnen. 2,5 Meter Abstand sollten es mindestens sein.

Videos in HD-Qualität

Sony Ericsson Vivaz mit guter Kamera
Sony Ericsson Vivaz mit guter Kamera
Foto: xyz xyz

Praktisch: Der Videomodus des Sony Ericsson U5i Vivaz lässt sich mit einem eigenen Knopf aktivieren, der sich neben der Kamerataste am rechten Gehäuserand befindet. Das Kameramenü ist ebenfalls gut zu bedienen, da die Funktionen am Displayrand eingeblendet werden. Videos lassen sich mit 720p (1280 x 720 Pixel Auflösung) aufzeichnen - die Video-Qualität im Sony Ericsson U5i Vivaz ist mit das Beste, was man derzeit mit einem Handy erreichen kann. Allerdings kommt beim Filmen einiges an Daten zusammen: Jede Filmsekunde ergibt circa ein MB. Ein Videofilm von einer halben Minute Länge liegt somit bei knapp 30 MB.

Wer das Filmchen nach der Aufnahme direkt aus dem Videomodus heraus auf blogger.com oder Youtube hochlädt, muss Einbußen hinnehmen: Das Video wird massiv komprimiert. Eigentlich unverständlich, wo das Sony Ericsson U5i Vivaz sowohl den schnellen Daten-Upload HSUPA mit bis zu 2 MBit/s als auch WLAN unterstützt.

Kein Walkman-Feeling

Der MP3-Player auf dem Sony Ericsson U5i Vivaz hinkt Sony Ericssons Luxus-Player auf den Walkman-Handys ein gutes Stück hinterher. Er ist via Touchscreen zwar gut zu bedienen, bietet aber keinen Equalizer. Und auch eine Vervollständigung von Plattencover-Bildern via Internet gestattet er nicht. Dafür können Sie jeden Song aus dem Player heraus als Klingelton festlegen oder per Mail versenden - sehr praktisch. Das mitgelieferte Stereo-Headset bietet ganz anständigen Sound und lässt sich durch normierte Kopfhörer mit 3,5-Milimeter Klinke austauschen.

Musikdateien speichern Sie am besten auf der mitgelieferten Micro-SD-Karte, um den mit 75 MB etwas mageren Speicher des Sony Ericsson U5i Vivaz aufzustocken. Der Speichersteckplatz sitzt unter dem Akkudeckel, der beim Wechsel der Karte erst mal weggeräumt werden muss.

Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag der CW-Schwesterpublikation PC-Welt. (mhr)