Sonopia: Mobilfunk-Anbieter als Nebenjob

10.04.2007
Mit dem US-Anbieter Sonopia ist es in den USA ab sofort auch für Privatpersonen möglich, innerhalb weniger Minuten einen MVNO zu gründen und einen eigenen Mobilfunk-Tarif anzubieten. Reich wird man damit allerdings nicht, nur fünf Prozent des Umsatzes bleiben in der eigenen Tasche.

Der Markt für mobile Kommunikation erlebt seit Mitte der 90er Jahre ein weltweites Wachstum. Während die meisten Industrienationen bereits übersättigt sind - jeder Einwohner besitzt rechnerisch mindestens ein Mobiltelefon - konzentrieren sich die Netzbetreiber jetzt verstärkt auf sog. Schwellen- und Entwicklungsländer.

Der Wandel in der westlichen Mobilfunkwelt bringt auch die Entstehung von Nischenanbietern mit sich, die sich im Gegensatz zu herkömmlichen Netzbetreibern auf eine bestimmte Zielgruppe konzentrieren. Während mit dem einen Anbieter besonders günstig SMS verschickt werden können, ermöglicht die Konkurrenz preiswerte Telefonate ins Ausland. Einen Schritt weiter geht der US-Anbieter Sonopia. Der Geschäftsidee des vor zwei Jahren gegründeten Unternehmens liegt zugrunde, dass jeder US-Bürger, egal ob gewerblich oder privat, als Mobile Virtual Network Operator (MVNO) am Markt auftreten kann.

Soll bedeuten: Jeder hat die Möglichkeit Provider zu werden, von der Realisierung ist er nur wenige Mausklicks entfernt. Alles, was der künftige AT&T-Konkurrent tun muss, ist sich einen passenden Namen für den Anbieter zu überlegen sowie die Konditionen für Telefonate festzusetzen. Um die Abrechnung, Verwaltung und Kundenbetreuung kümmert sich Sonopia. Innerhalb der kommenden zwei Jahre sollen auf diese Weise rund 10.000 Anbieter entstehen.

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