SOA und BPM

Software AG bringt vollständig integriertes Webmethods

Susanne Franke ist freie Fachjournalistin in München.
Mit Release 8 von Webmethods setzt die Software AG vor allem auf die Vollständigkeit der Infrastruktur für Service-orientierte Architekturen (SOA), auf Prozessautomatisierung sowie auf die enge Integration der einzelnen Komponenten.
Peter Kürpick von der Software AG weiß, dass Anwender bei zunehmender Prozesskomplexität über Automatisierungsmechanismen nachdenken.
Peter Kürpick von der Software AG weiß, dass Anwender bei zunehmender Prozesskomplexität über Automatisierungsmechanismen nachdenken.

"Viele Unternehmen kommen um eine Service-orientierte Architektur nicht herum", behauptet Jess Thomson, Research Vice President bei Gartner. "Auch wenn sie keine SOA planen, so werden Business-Process-Management-, Software-as-a-Service- oder Cloud-Projekte unausweichlich in eine solche Architektur münden." Unter diesem Motto stand kürzlich der "SOA & Application Development and Integration Summit 2009" von Gartner, den die Software AG nutzte, um Release 8 von Webmethods vorzustellen, die erste vollständig integrierte Version seit der Übernahme der gleichnamigen Firma im Jahr 2007. "Die Plattform vereint mehrere bislang getrennte Produkte und schlägt eine Brücke zwischen einer Service-orientierten Architektur, Prozessautomatisierung und -optimierung sowie Governance", erklärte Peter Kürpick, Produktvorstand der Software AG.

Zentrales Verbindungsglied ist Centrasite Active SOA, ein integrierte Business-Service-Repository, das sowohl der SOA- als auch der Prozess-Governance dienen soll. Es verfügt über ein erweiterbares Metadaten-Modell und ermöglich laut Hersteller die Speicherung, Katalogisierung, Überwachung und Suche aller Arten von fachlichen und technischen Services, Policies, Prozessmodellen, Key Performance Indicators (KPIs) und Regeln. Damit könnten die traditionell unvermeidlichen Unstimmigkeiten zwischen SOA- und Prozessoptimierungsprojekten aufgrund der in unterschiedlichen Registries verwalteten SOA- und Business-Process-Komponenten entfallen. Ein so genanntes Verbundmodell erlaube es auch, Governance-Prozesse und Policies über verschiedene Repositories und SOA-Infrastrukturen hinweg zu synchronisieren und die Einhaltung von Richtlinien zu gewährleisten.