Big-Data-Startup

Snowflake bekommt 45 Millionen Dollar und bringt erstes Produkt

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Bob Muglia war 23 Jahre lang bei Microsoft. Vor einem Jahr ging er als CEO zum Startup Snowflake.

Snowflake hat ein Data Warehouse in der Cloud entwickelt und will damit traditionellen On-premise-Platzhirschen wie Teradata Konkurrenz machen. Gerade hat die Firma einen Finanzierungsrunde über 45 Millionen Dollar abgeschlossen, die von Altimeter Capital angeführt wurde. Die Altinvestoren Redpoint Ventures, Sutter Hill und Wing VC waren ebenfalls wieder mit von der Partie. Snowflake hat damit nun insgesamt 71 Millionen Dollar Wagniskapital erhalten, wie das Tech-Blog "Re/code" berichtet. CEO Muglia hatte Microsoft verlassen, als die ihm unterstellte Sparte Server and Tools 17 Milliarden Dollar Umsatz machte; zu Snowflake stieß er, als das Startup den Stealth-Modus verließ.

Bob Muglia, CEO von Snowflake
Bob Muglia, CEO von Snowflake
Foto: Snowflake

Das "Snowflake Elastic Data Warehouse" ist nun allgemein verfügbar. Es arbeitet mit SQL, das viele Datenbank-Experten bereits fließend "sprechen", als Abfragesprache für sowohl strukturierte wie auch un- oder besser: semistrukturierte Daten. "Wir wollten die Kenntnisse nutzen, die Leute schon beim Umgang mit Daten haben", erläutert Snowflake-COO Craig Gorsline, "und das bedeutet, dass wir SQL für beide Datentypen einsetzen."

Zu den ersten der rund 80 Snowflake-Kunden gehören die Online-Gaming-Firma Double Down, das Hotel-Schnäppchenportal DealBase und der zu Sony gehörende Medien-Verteilungsdienst "The Orchard".