TIC-mobile Übernahme

SinnerSchrader macht mobil

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Die Hamburger Digital-Agentur SinnerSchrader kauft den Berliner App-Spezialisten TIC-mobile GmbH und will das Geschäftsfeld Mobile in den kommenden Jahren stark ausbauen.
Die Doppelspitze für SinnerSchrader Mobile: Henri Kühnert (l.) und Laurent Burdin (r.)
Die Doppelspitze für SinnerSchrader Mobile: Henri Kühnert (l.) und Laurent Burdin (r.)
Foto: SinnerSchrader

TIC-mobile entwickelt für Kunden im B2C- und B2B-Umfeld mobile Anwendungen (Apps). Es wird nun zu "SinnerSchrader Mobile”, an dessen Spitze künftig TIC-mobile-Gründer Henri Kühnert und Laurent Burdin stehen, Letztere bislang Geschäftsführer Beratung bei SinnerSchrader. Das Duo soll die Mobile-Tochter einer Mitteilung zufolge noch im laufenden Jahr zu einer Agentur mit über 30 Mitarbeitern ausbauen.

"Mobile hat ein unglaubliches Potential. Geschäftsmodelle und digitales Marketing werden sich in den nächsten Jahren drastisch ändern. Wir setzen auf aggressives Wachstum", kommentiert Burdin, der vor seinem Wechsel zu SinnerSchrader im Jahr 2007 zehn Jahre lang Geschäftsführer der Werbeagentur Springer & Jacoby war

TIC-mobile entwickelt seit 2006 mit aktuell 17 Software-Spezialisten Apps für alle gängigen mobilen Plattformen wie iOS, Android oder Windows Phone 7. "Wir haben in den letzten Jahren viel Know-how erarbeitet: von MobileTV über Location Based Services bis hin zu E-Publishing", ergänzt Gründer Kühnert. "Der Markt tritt jetzt in eine neue Phase ein, wo Kunden ganzheitliche Mobile-Strategien und Plattformlösungen aus einer Hand erwarten."

Aus Sicht von SinnerSchrader-Chef Matthias Schrader geht das Thema Mobile allerdings weit über Smartphones hinaus und beinhaltet auf auch Tablets, Connected TV und In-Car-Techniken. "Das ist für uns ganz klar ein strategisches Thema und hat die nächsten Jahre oberste Priorität", erläutert der CEO die Motivation für den Zukauf.