Kleine Helfer

Sicheres Networking mit Hamachi

12.07.2013 | von Rainer Reitz
LogMeIn steht als Fernwartungs-Tool in direktem Wettbewerb mit Teamviewer. Mit dem - für den privaten Gebrauch kostenlosen - VPN-Client "Hamachi" inklusive integriertem Instant Messenger hat sich das Tool auch in der Gamer-Szene einen Namen gemacht.
Peer-to-Peer-Networking mit Hamachi.
Peer-to-Peer-Networking mit Hamachi.
Foto: Rainer Reitz

Der Quellcode von Hamachi ist nicht offengelegt, so dass man dem Anbieter ein gewisses Vertrauen schenken muss. Die Verbindung zwischen den einzelnen Rechnern wird zentral über einen Server des Anbieters koordiniert, die eigentlichen Daten fließen dann aber über Peer-to-Peer und nicht mehr über die (unbekannten) Hamachi-Server.

Installieren Sie das angebotene msi-File auf den zu vernetzenden Rechnern und seien Sie sich bewusst, dass Hamachi lediglich die initiale Verbindung zwischen den Rechnern aufbaut. Für die gewünschten Freigaben/Shares ist Client-seitig und mit Windows-Bordmitteln zu sorgen.

Erster Verbindungsaufbau

Nach der Installation ist Hamachi noch offline (IP = 0.0.0.0), und man wird gebeten "einzuschalten". Dabei wird ein Name für den Client abgefragt und eine Hamachi-Netzwerk-Adresse zugewiesen (zum Beispiel 5.x.x.x). Befindet sich der Rechner hinter einem Proxy, kann man die erforderlichen Informationen (Server-Name, Port) in den Einstellungen von Hamachi eintragen.

Im Anschluss muss man entweder ein "neues Netzwerk erstellen" oder "einem existierenden beitreten". Bei der Neuerstellung ist eine frei wählbare Netzwerk-ID sowie ein sicheres Passwort einzugeben. Mit diesen Daten autorisieren sich alle VPN-Benutzer. Die beteiligten Clients erscheinen nun mit grünem Icon in der Hamachi-Controlbox; mit einem Rechtsklick auf den Zielrechner kann man entweder chatten (mit AES-256-Encryption), pingen oder nach besagten Freigaben/Shares suchen lassen. Diese öffnen sich in einem Windows-Explorer-Fenster, das im Format \\IP-Adresse angesprochen wird.

CW-Fazit: Der VPN-Client Hamachi von LogMeIn ermöglicht die direkte Verbindung von Computern hinter einer Firewall und emuliert damit ein "sicheres" LAN im "unsicheren" Internet. (ph)

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