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SCO räumt Enttäuschung über Lizenzierungserlöse ein

11.10.2004

SCO-Chef Darl McBride hat gegenüber dem Branchendienst "Computerwire" eingeräumt, dass die bisherigen Einnahmen der Lizenzierungsinitiative SCOsource deutlich unter den Erwartungen liegen. So lange das Unternehmen seinen Patentrechtstreit mit Novell wegen angeblicher Verstöße gegen seine Copyrights an Unix und "Unixware" fortsetze, werde sich daran auch voraussichtlich nichts ändern, erklärte McBride. SCO werde daher die Aufwendungen für das Programm so niedrig wie möglich halten. Es gäbe jedoch eine große Anzahl von Nutzer, die bei einer richterlichen Entscheidung zugunsten von SCO sofort Lizenzgebühren zahlen würden, so der Topmanager.

Die Company hatte den Geschäftsbereich Ende Januar 2003 gegründet, um seine angeblichen Rechte an Unix zu schützen und von (Linux-)Nutzern Lizenzerlöse einzufordern. Im dritten Geschäftsquartal 2003 (Ende: 31. Juli) hatten die politisch bedingten Zahlungen von Microsoft und Sun SCO dabei zu Zusatzeinnahmen von 7,3 Millionen Dollar verholfen. Ein Jahr später betrugen die Erlöse von SCOsource nur noch 678.000 Dollar, lagen damit aber noch deutlich über den 11.000 Dollar im vorangegangenen zweiten Geschäftsquartal. Die Schuld an dem drastischen Rückgang sieht SCO-Chef McBride in Novell, das ebenfalls Ansprüche an den Code von "Unix System V" stellt - das Kernstück von SCOs milliardenschwerer Klage gegen IBM. (mb)