Gerücht der Woche

Schafft SAP die Auslandszuschläge ab?

Heinrich Vaske ist Editorial Director von COMPUTERWOCHE und CIO. Seine wichtigste Aufgabe ist die inhaltliche Ausrichtung beider Medienmarken - im Web und in den Print-Titeln. Vaske verantwortet außerdem inhaltlich die Sonderpublikationen, Social-Web-Engagements und Mobile-Produkte und moderiert Veranstaltungen.
Das Seestern IT Forum kolportiert Spekulationen aus der SAP-Anwenderszene, wonach der Softwarehersteller die Auslandszuschläge nicht mehr zum Bestandteil seiner neuen Preisliste machen wolle.

Bislang, so berichtet die Interessengemeinschaft von Softwareanwendern, habe SAP Auslandszuschläge von bis zu 100 Prozent auf seine Lizenzen erhoben, wenn Anwender SAP-Software beispielsweise in den USA oder China einsetzen. Firmen mit vielen Auslandsniederlassungen litten in der anhaltend schwierigen Wirtschaftslage unter diesen zusätzlichen Kosten. Zudem sei bis heute die Frage ungeklärt geblieben, ob die Aufschläge beim "Verlegen" der Lizenz zurück nach Deutschland zurückerstattet werden.

Axel Susen glaubt an eine Trendwende bei SAP.
Axel Susen glaubt an eine Trendwende bei SAP.

Dem Seestern IT Forum zufolge könnten diese Diskussionen bald keine Grundlage mehr haben. SAP plane unbestätigten Gerüchten zufolge, die ungeliebten Aufschläge abzuschaffen. In diesem Fall könnten die betroffenen Anwender eine Reduzierung der Wartungskosten erwarten.

Initiator des Seestern IT Forums ist Axel Susen, Geschäftsführer des gleichnamigen Anbieters von gebrauchten Softwarelizenzen. Seiner Darstellung nach hat die Interessenvertretung die Auslandszuschläge schon immer kritisiert: "Die Abschaffung werte ich als richtiges Signal der SAP, nachdem das Kundenverhältnis in letzter Zeit unnötig belastet wurde", so Susen in einer Presseerklärung. (hv)

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