Social Contact Intelligence

SAP hebt Kundendaten aus dem Social Web - mit Hana

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
SAP hat auf der Fachmesse CRM Evolution in New York City die auf der In-Memory-Datenbank Hana basierende Analyseanwendung "SAP Social Contact Intelligence" vorgestellt.

Mit dieser neuen Anwendung können Unternehmen einer Mitteilung zufolge Informationen zu ihren Geschäftskontakten aus internen Quellen abrufen und mit Kommentaren und Beiträgen dieser Kontakte in sozialen Medien verknüpfen. Das liefere wichtige Erkenntnisse für maßgeschneiderte Angebote und schaffe die Grundlage, um das Kundenverhalten gezielt zu beeinflussen, so SAP.

Marketingexperten sollen mit SAP Social Contact Intelligence tieferen Einblick in das Kundenverhalten erhalten und die gewonnenen Erkenntnisse direkt für Marketingkampagnen nutzen können. Potenzielle Kunden und wichtige Meinungsführer ließen sich identifizieren und gezielt ansprechen, was letztendlich eine Umsatzsteigerung ermögliche. Vertriebsmitarbeiter können laut SAP außerdem auf detaillierte Kundeninformationen zugreifen und so schnell die aussichtsreichsten Ansprechpartner auf Kundenseite identifizieren. Zudem könnten Mitarbeiter im Kundenservice bei negativen Kommentaren schnell Gegenmaßnahmen ergreifen.

SAP-Zentrale in Walldorf bei Heidelberg
SAP-Zentrale in Walldorf bei Heidelberg
Foto: SAP / Stephan Daub

SAP Social Contact Intelligence ist eine von vier Anwendungen, die zusammen und integriert die Gesamtlösung "SAP Customer Engagement Intelligence" bilden. Die weiteren sind "SAP Audience Discovery and Targeting" (Segmentierung), "SAP Customer Value Intelligence" (Bewertung) und "SAP Account Intelligence" (Außendienstler-App).

"Früher dauerte die Erstellung von Kundensegmentierungsmodellen über zwölf Stunden - diesen Prozess konnten wir um den Faktor 985 beschleunigen", bescheinigt Bernd Seidel aus dem Business Solution Management der Thomas Cook AG. Davon profitierten seine Mitarbeiter erheblich, weil sie beim Testen unterschiedlicher Segmentierungsmodelle sofort ein Ergebnis erhielten und auf dieser Grundlage Verkaufs- und Marketingkampagnen entwickeln könnten, die besser auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten seien.