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SAP bringt Business One auch mit Sybase-Datenbank

17.11.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die SAP AG kündigt heute an, dass ihre Lösung "Business One" für kleine und mittlere Unternehmen künftig auch mit der Datenbank von Sybase zu haben ist. Der Walldorfer Konzern verringert in diesem Segment damit die Abhängigkeit vom bisherigen Datenbank-Exklusivpartner Microsoft, der gleichzeitig Mitbewerber im Anwendungsumfeld ist.

Von Sybase droht in diesem Bereich keinerlei Konkurrenz. "Da ich nie mit SAP konkurrieren werde, wird diese Partnerschaft sehr eng", zitiert das "Wall Street Journal" Sybase-Chef John Chen. "Ich werde niemals Anwendungen machen." Die Erweiterung auf die Sybase-Technik bringt SAP gleichzeitig Unterstützung für die Betriebssystemplattformen Unix und Linux. Microsofts "SQL Server" ist nur für Windows erhältlich. "KMU-Kunden suchen nach einer Linux- oder Unix-Alternative", erklärte Marty Beard, Senior Vice President of Corporate Development and Marketing bei Sybase. "Ein Großteil des Wachstums für Unternehmenssoftware findet bei kleinen und mittleren Firmen statt, und zwar wegen Linux."

SAPs US-Chef Bill McDermott erklärte, mit der Zusammenarbeit mit Sybase strebe man weiteres Wachstum an und wolle nicht Risiken verringern. "Wir sehen Microsoft in diesem Markt und sie sehen uns", erklärte der Manager. "Wir haben in Microsoft weiterhin einen guten Partner und jetzt auch einen guten Partner in Sybase."

Das über Partner vertriebene Business One hatte SAP im März dieses Jahres auf den Markt gebracht. McDermott sagte, der Verkauf an kleine und mittlere Unternehmen laufe besser als das Wachstum des Gesamtmarktes (das Analysten im vergangenen Jahr mit rund 24 Prozent beziffern). Sybase-Chef Chen wollte für die neue Kooperation indes noch keine Umsatzprognose abgeben. (tc)