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RIM setzt beim Betriebssystem weiter auf Java

25.11.2005
Der kanadische Anbieter Research in Motion (RIM) hat keine Pläne, BlackBerry-Endgeräte mit Windows Mobile oder Symbian OS zu entwickeln.

Co-CEO Mike Lazaridis erklärte gegenüber "Computerwire", nicht ohne Grund sei das von RIM entwickelte BlackBerry-Betriebssystem in Java geschrieben. Das komme den Entwicklern entgegen, außerdem sei Java besonders sicher und stabil.

Vor allem die Tatsache, dass der Application Manager des BlackBerry sicher innerhalb einer Java Virtuellen Maschine laufe, sei ein Schlüsselfaktor in puncto Sicherheit. "Die JVM bedeutet, dass keine Software die Kontrolle über die Hardware übernehmen kann - das schützt die Anwender vor Trojanern und anderem bösen Code", erklärte der RIM-Chef. "Und weil alles über eine Public Key Infrastructure signiert ist, kann man sicher sein, dass auf dem Gerät auch nur der Code geladen wird, der geladen werden sollte."

Entwicklern komme zudem das BlackBerry Java Development Environment entgegen. Und dank des integrierten Browsers, der Standard-Mark-up und Skriptsprachen unterstütze, könnten Entwickler auch weitere Web-Development-Kenntnisse nutzen und Programmiermodelle wie HTML, .NET ASP oder Java/JSP verwenden.

Lazaridis weiß durchaus, dass es Anwender gibt, die zum Beispiel mit einer reinen Microsoft-Umgebung arbeiten (was zum Beispiel Palm dazu bewogen hat, einen "Treo" mit Windows Mobile herauszubringen). "Wir unterstützen andere Betriebssysteme über unsere Programme 'BlackBerry Connect' und 'BlackBerry Built-In'", so der RIM-Mann, "aber nicht auf unseren Geräten."

Bei BlackBerry Built-in können Geräte-Hersteller von RIM dessen Applikationen (etwa E-Mail, Kalender oder Kontakte) in Lizenz nehmen. Mit BlackBerry Connect - bereits für Windows Mobile, Symbian und Palm OS erhältlich - können Hersteller auch ohne unterliegendes BlackBerry-Betriebssystem die "Push"-Technik von RIM verwenden. (tc)